Stablecoin-Einlagen in DeFi erreichen 24 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 560,8 %

Die Einlagen von Stablecoins in DeFi-Protokollen haben 24 Milliarden US-Dollar erreicht. Das entspricht einem Anstieg von 560,8 % innerhalb von drei Jahren, wie aus am 25. Oktober 2026 veröffentlichten Daten von Token Terminal hervorgeht. Das Wachstum spiegelt wider, dass an den US-Dollar gekoppelte Vermögenswerte zunehmend für DeFi-Kredite genutzt werden, um Renditen zu erzielen, statt sie lediglich zwischen Trades zu halten. USDC führt mit einem Anteil von 38,2 % und einem Wert von rund 9,2 Milliarden US-Dollar. USDT kommt auf 20,3 % beziehungsweise etwa 4,9 Milliarden US-Dollar, während USDe 9 % beziehungsweise rund 2,2 Milliarden US-Dollar ausmacht. Zusammen entfallen auf die drei Stablecoins etwa zwei Drittel der Einlagen in den 193 erfassten Vermögenswerten. Die Gesamtsumme von 24 Milliarden US-Dollar entspricht rund 8 % des auf 298,4 Milliarden US-Dollar geschätzten Stablecoin-Marktes. DeFiStar.io beziffert den TVL in Stablecoin-Kreditpools separat auf etwa 25,68 Milliarden US-Dollar, meldet jedoch für den vergangenen Monat Nettoabflüsse von ungefähr 99,8 Millionen US-Dollar. Die Einlagen konzentrieren sich auf Plattformen wie Aave V3, Morpho, Sky Protocol und Spark. Die Zahlen deuten auf erhebliches Wachstumspotenzial für Stablecoin-Kredite in DeFi hin. Trader sollten jedoch beobachten, ob die jüngsten Abflüsse anhalten. Kreditrenditen sind zudem mit Risiken durch Smart Contracts, Protokolle und eine mögliche Entkopplung vom Dollar verbunden.
Neutral
Der Anstieg der DeFi-Stablecoin-Einlagen ist ein positives Zeichen für On-Chain-Kredite: Er deutet darauf hin, dass Nutzer bereit sind, mehr an den Dollar gekoppelte Vermögenswerte in Protokollen einzusetzen. Das kann die Kreditvergabe unterstützen und die DeFi-Liquidität vertiefen. Der Zuwachs über drei Jahre ist beträchtlich, und dass die Einlagen weiterhin nur etwa 8 % des breiteren Stablecoin-Marktes ausmachen, deutet auf weiteres Wachstumspotenzial hin. Die Daten liefern jedoch kein klares Richtungssignal für den breiteren Kryptomarkt. Stablecoin-Einlagen sind nicht mit neuen Käufen am Spotmarkt gleichzusetzen, und die gemeldeten monatlichen Nettoabflüsse von 99,8 Millionen US-Dollar sind ein moderates Gegensignal, das auf veränderte Renditen oder Vorsicht angesichts von Protokollrisiken zurückgehen könnte. Der führende Anteil von USDC könnte auf eine Präferenz für diesen Vermögenswert auf diesen Plattformen hindeuten, belegt für sich genommen aber keine breitere Nachfrage nach Krypto-Token. Kurzfristig könnten Händler Kreditzinsen, Stablecoin-Zuflüsse und -Abflüsse sowie den TVL der Protokolle beobachten, um festzustellen, ob die Einlagen weiter steigen oder sich der Trend umkehrt. Anhaltende Abflüsse könnten die DeFi-Liquidität belasten, während erneute Zuflüsse die Kreditvergabe unterstützen könnten. Langfristig könnte anhaltendes Wachstum die Rolle von DeFi als Ziel für Stablecoin-Kapital stärken. Wie in früheren Phasen rascher DeFi-Expansion bleibt dieses Wachstum anfällig für Smart-Contract-Exploits, Protokollausfälle und den Verlust der Stablecoin-Bindung. Insgesamt sind die Zahlen positiv für die DeFi-Nutzung, reichen aber nicht aus, um eine allgemein bullische oder bearische Markteinschätzung zu rechtfertigen.