Die Nachfrage nach Stablecoins könnte lokale Währungen unter Druck setzen

Eine Studie der Bank of Korea ergab, dass die Nachfrage nach Stablecoins lokale Währungen unter Druck setzen kann, wenn Börsen direkte Handelspaare zwischen Fiatwährungen und USD-Stablecoins anbieten. Die Untersuchung zeigt, dass die Marktinfrastruktur und nicht allein die Verbreitung von Stablecoins darüber entscheidet, ob die Nachfrage als Prämie im Kryptomarkt bestehen bleibt oder zu Druck auf den Devisenmarkt führt. Nach der Einführung direkter Fiat-Paare sanken die Stablecoin-Prämien um etwa 0,33 bis 0,38 Prozentpunkte, da sich Arbitragemöglichkeiten und Liquidität verbesserten. Market Maker, die Stablecoins gegen die lokale Währung verkaufen, könnten diese Währung später jedoch verkaufen und zur Absicherung Dollar kaufen, wodurch Abwertungsdruck entstehen kann. Der südkoreanische Won zeigte während des Untersuchungszeitraums keine statistisch signifikante Wechselkurswirkung, da Binance kein direktes Won-zu-USD-Stablecoin-Paar anbot. Die koreanische Nachfrage zeigte sich stattdessen vor allem in höheren Stablecoin-Prämien. Eine separate Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ergab, dass ein Anstieg der Nettozuflüsse in Stablecoins um 1 % mit einer um etwa 40 Basispunkte größeren Abweichung von der Stablecoin-Devisenparität und einer Abwertung der lokalen Währung um rund 5 Basispunkte verbunden war. Mehr als 70 % der kumulierten Nettozuflüsse von 2021 bis 2025 stammten aus Nicht-USD-Währungen. Für Kryptohändler sind Fiat-Onramps, der Zugang zu Börsen, die Stablecoin-Liquidität und regionale Prämien wichtige Indikatoren. Direkte Handelspaare können Preisunterschiede verringern, zugleich aber die Verbindungen zwischen Stablecoin-Strömen, Devisenmärkten und der Volatilität in Schwellenländern verstärken. Die Ergebnisse zeigen nicht, dass Stablecoins nationale Währungen immer schwächen, weisen jedoch auf zunehmende regulatorische und währungsbezogene Risiken hin, während die Nutzung wächst.
Neutral
Die Nachricht ist für die Preise der Stablecoins selbst neutral. USDT und USDC sind darauf ausgelegt, ihre Dollarbindung aufrechtzuerhalten, und die Studien deuten nicht auf eine direkte Bedrohung dieser Bindungen hin. Kurzfristig könnten verbesserte Fiat-Handelspaare und eine größere Liquidität regionale Aufschläge und Preisunterschiede verringern und dadurch einen effizienteren Handel mit Stablecoins unterstützen. Allerdings könnten Händler bei steigenden Stablecoin-Zuflüssen, insbesondere in Schwellenländern, einer höheren Volatilität an den Märkten für lokale Währungen ausgesetzt sein. Dies könnte die Nachfrage nach dollarbesicherten Stablecoins als Absicherung erhöhen, während regulatorische Bedenken im Laufe der Zeit den Zugang zu Börsen und die Liquidität beeinträchtigen könnten. Die Ergebnisse sind daher für die Struktur der Devisen- und Kryptomärkte wichtig, liefern jedoch kein klares bullishes oder bearishes Signal für die Preise von USDT oder USDC.