EIP-7702 könnte die Verluste durch den Binance-Hack erhöht haben

Blockaid zufolge hat Ethereums EIP-7702 den gemeldeten Binance-Hack im Umfang von 6,3 Milliarden US-Dollar nicht verursacht. Das Upgrade könnte den Angreifern jedoch geholfen haben, Gelder in einem einzigen Vorgang zu verschieben oder Schutzmaßnahmen bei Auszahlungen zu umgehen. Auch ohne das Upgrade hätten die Angreifer Geld stehlen können, hätten dafür aber möglicherweise mehrere Transaktionen benötigt. Blockaid-CEO Ido Ben-Natan vermutet, dass kompromittierte Entwicklergeräte den Angreifern Zugang zur Infrastruktur von Binance für das Signieren von Wallet-Transaktionen verschafften. Binance-CEO Richard Teng sagte, die Ermittler hätten keine Hinweise auf einen Diebstahl privater Schlüssel gefunden. Ambire-CEO Ivo Georgiev zufolge machte EIP-7702 wahrscheinlich wenig Unterschied, wenn die Angreifer Transaktionen ohnehin bereits autorisieren konnten. Er warnte jedoch, dass eine schädliche Delegierung aktiv bleiben kann, wenn sie nicht widerrufen wird. EIP-7702 wurde mit dem Pectra-Upgrade von Ethereum im Jahr 2025 eingeführt und ermöglicht es herkömmlichen Wallets, Smart-Contract-Funktionen wie gebündelte Transaktionen zu nutzen. Sicherheitsexperten hatten bereits vor schädlichen Delegierungen gewarnt, die Wallets leeren können. Binance erklärte, die gemeldeten Verluste zu übernehmen. Der Vorfall verdeutlicht die Risiken von Signatursystemen bei Kryptobörsen sowie die Notwendigkeit, Transaktionen zu simulieren und Delegierungen sorgfältig zu verwalten.
Neutral
Der gemeldete Binance-Hack ist ein schwerwiegender Sicherheitsvorfall und könnte die Stimmung gegenüber zentralisierten Börsen belasten. Der Artikel belegt jedoch weder, dass EIP-7702 den Angriff verursacht hat, noch dass der Vorfall eine Schwäche des breiteren Kryptomarktes widerspiegelt. Der von Binance angekündigte Plan, die Verluste zu decken, könnte dazu beitragen, Sorgen über Kundenverluste und Ansteckungseffekte einzudämmen. Kurzfristig könnten Händler auf neue Erkenntnisse aus den Ermittlungen, das Ausmaß etwaiger Geldbewegungen und die Fähigkeit von Binance, den normalen Betrieb aufrechtzuerhalten, reagieren. Börsenbezogene Token und Kryptowerte insgesamt könnten volatil werden, falls das Vertrauen in die Verwahrung und die Genehmigung von Transaktionen nachlässt. Der Artikel enthält jedoch weder Marktdaten zu Preisen noch Hinweise auf umfassendere Störungen. Daher ist eine Prognose zur Marktrichtung nicht gerechtfertigt. Frühere Sicherheitsverletzungen bei Börsen haben oft eine unmittelbare Risikoaversion, Abhebungen und Druck auf börsengebundene Vermögenswerte ausgelöst. Die längerfristigen Folgen hängen davon ab, ob sich Verluste ausweiten und ob die Sicherheitskontrollen verbessert werden. Hier scheint das Kernproblem in kompromittierten Signatursystemen zu liegen; EIP-7702 könnte Überweisungen effizienter machen, statt den Angriff selbst zu ermöglichen. Langfristig könnte die Prüfung von Wallet-Delegierungen, Transaktionssimulationen und Signaturverfahren der Börsen verstärkt werden. Die Gesamtwirkung auf den Markt ist daher am besten als neutral einzustufen, wobei die erhöhte kurzfristige sicherheitsbedingte Volatilität zu berücksichtigen ist.