Umfrage: 79 % der GPUs in Unternehmen sind die Hälfte der Zeit ungenutzt
Eine Umfrage von VentureBeat Intelligence ergab, dass 79 % von 218 Unternehmen, die KI im Produktivbetrieb einsetzen, ihre GPUs zwischen Juli und September höchstens zu 50 % auslasteten. In der September-Umfrage lag der Anteil bei 81 %. 31 % der Befragten gaben an, dass ihre GPUs höchstens ein Viertel der Zeit sinnvolle Arbeit verrichteten.
Trotz der geringen GPU-Auslastung erklärten 70 % der Befragten, die nicht ausgelastete Hardware meldeten, dass sie innerhalb von zwölf Monaten eine neue, zusätzliche oder als Ersatz gedachte KI-Computing-Plattform einführen wollen. In der September-Umfrage planten 63 % der 102 qualifizierten Befragten einen Plattformwechsel oder eine Ergänzung. Nur 10 % verfügten über eine von der Finanzabteilung geprüfte Berechnung der Kapitalrendite ihrer bestehenden Infrastruktur. 12 % gaben an, spezialisierte KI-Cloud-Anbieter wie CoreWeave oder Lambda zu nutzen.
Die Ergebnisse weisen auf ein Missverhältnis zwischen der GPU-Auslastung und den anhaltenden Investitionen in KI-Infrastruktur hin. Bei einigen geplanten Änderungen könnte es darum gehen, ungeeignete Systeme zu ersetzen, statt die Kapazität zu erweitern. Dieser Trend könnte Anbietern Chancen eröffnen, die eine bessere Optimierung von Workloads oder alternative Computing-Modelle anbieten. Künftige Daten zu GPU-Auslastung und Ausgaben werden zeigen, ob Unternehmen ungenutzte Kapazitäten abbauen und den Nutzen ihrer Investitionen klarer belegen können.
Neutral
Die Umfrage beschreibt die Nutzung von KI-Rechenkapazitäten in Unternehmen und deren Einkaufspläne, nicht jedoch Kryptowährungspreise, Blockchain-Aktivitäten oder die Nachfrage nach Token. Ihr direkter Einfluss auf die Kryptomärkte ist daher begrenzt, was eine neutrale Einstufung stützt. Kurzfristig könnten die Ergebnisse die Stimmung gegenüber KI-Infrastrukturunternehmen und GPU-Cloud-Anbietern beeinflussen, liefern aber kein eindeutiges Handelssignal für wichtige Krypto-Assets. Händler können relevante Technologieaktien, die Stimmung im KI-Sektor und die allgemeine Risikobereitschaft beobachten, um indirekte Auswirkungen zu erkennen.
Langfristig könnten die anhaltende Unterauslastung von GPUs und geplante Plattformänderungen Investitionen in effizientere Computing-Anbieter oder die Optimierung von Arbeitslasten lenken. Das könnte Unternehmen betreffen, die KI-Infrastruktur bereitstellen, darunter auch Firmen mit Verbindungen zum Krypto-Mining. Die Umfrage belegt jedoch keinen direkten Zusammenhang mit Tokenpreisen. Wie bei früheren KI-bezogenen Schlagzeilen dürfte eine Reaktion des Kryptomarkts stärker von der allgemeinen Technologiestimmung und den makroökonomischen Bedingungen abhängen als von diesen Daten allein. Aus der Umfrage lässt sich keine konkrete Veränderung der Stabilität des Kryptomarkts oder der Handelsaktivität ableiten.