ETH-Student baut die Schweiz in Minecraft im Maßstab 1:1 nach
Der 22-jährige ETH-Zürich-Student Beda Good hat mithilfe offener Regierungs- und Forschungsdaten die gesamte Schweiz im Maßstab 1:1 in Minecraft nachgebildet. Jeder Block entspricht dabei einem Meter. Das Projekt namens Blocks erstreckt sich über 41.285 Quadratkilometer und nutzt Datensätze zu Gelände, Gebäuden, Seen, Wäldern, Straßen und Gletschern.
Ein etwa 2.400 Quadratkilometer großer Bereich rund um das UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch kann kostenlos heruntergeladen werden. Die vollständige Schweiz-Karte kostet mindestens 15 Schweizer Franken und wird nur an Personen mit Wohnsitz in der Schweiz verkauft. Für 48 Franken können Käuferinnen und Käufer ihren Namen zu einer Liste hinzufügen lassen, die mit den 48 Schweizer Gipfeln über 4.000 Meter Höhe verknüpft ist.
Da der höchste Gipfel der Schweiz 4.634 Meter erreicht, überschreitet die Karte die übliche Höhenbegrenzung von Minecraft. Deshalb läuft sie mit dem Mod Cubic Chunks auf Java Edition 1.12.2 und nicht mit der neuesten Spielversion. Der vollständige Download ist 24 GB groß und benötigt etwa 60 GB Speicherplatz. Good zufolge basiert das Gelände auf offenen Daten, Gebäude und einige andere Merkmale sind jedoch vereinfacht oder möglicherweise ungenau.
Neutral
Das Projekt hat keinen direkten Bezug zu Kryptowährungen, Blockchain-Netzwerken, der Ausgabe von Token oder der Infrastruktur des Kryptomarkts. Es handelt sich um ein Projekt aus den Bereichen Gaming und offene Geodaten und bietet daher keinen klaren Auslöser für Veränderungen bei Kryptopreisen, Handelsvolumen oder Marktstabilität. Händler werden ihre Positionen in BTC, ETH oder anderen digitalen Vermögenswerten wegen der Veröffentlichung der Karte voraussichtlich nicht ändern.
Kurzfristig dürfte sich eine etwaige Marktreaktion höchstwahrscheinlich auf beiläufige Aufmerksamkeit in sozialen Medien beschränken, statt anhaltende Handelsaktivität auszulösen. Langfristig könnte das Projekt die kreativen Einsatzmöglichkeiten offener Daten und prozeduraler 3D-Kartierung veranschaulichen, kündigt jedoch weder eine Blockchain-Anwendung noch eine kommerzielle Krypto-Integration an. Anders als bedeutende regulatorische Entscheidungen, Ausfälle von Börsen, Protokoll-Upgrades oder Token-Starts – die in der Vergangenheit messbare Neubewertungen am Markt ausgelöst haben – enthält diese Nachricht kein erkennbares kryptospezifisches Signal. Die angemessene Einschätzung ist daher neutral.