Ethereum droht auf 2.150 US-Dollar zu fallen, während die Abflüsse aus ETFs anhalten
Ethereum wird bei etwa 2.325 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs im vergangenen Monat rund 12–14 % verloren hat. Händler achten auf den Zinsentscheid der Federal Reserve am 28. Oktober, um Hinweise auf die weitere Zinsentwicklung zu erhalten. QCP Capital sieht bei 2.150 US-Dollar die nächste wichtige Unterstützung und bei 2.500 US-Dollar einen Widerstand. Ein Rückgang unter 2.280 US-Dollar könnte das Abwärtsrisiko erhöhen.
Die institutionelle Nachfrage hat nachgelassen: Ethereum-ETFs verzeichneten zum vierten Mal in Folge Abflüsse und verloren im jüngsten Zeitraum rund 220,7 Millionen US-Dollar. Die Abflüsse im Oktober hatten bereits 1 Milliarde US-Dollar überschritten. Zudem entwickelte sich ETH schwächer als Bitcoin; das ETH/BTC-Verhältnis lag bei etwa 0,029.
Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinsen bei 3,75–4,00 % belässt. Hinweise auf die künftige Geldpolitik könnten jedoch Risikoanlagen bewegen. Gelingt es dem Kurs, zunächst 2.362 und anschließend 2.400 US-Dollar zurückzuerobern, könnte die Widerstandszone von 2.450–2.500 US-Dollar in den Blick rücken. Vorerst machen ETF-Abflüsse und eine schwache technische Dynamik Ethereum anfällig für weitere Verluste.
Bearish
Die kurzfristige Lage für Ethereum ist bearish. ETH ist innerhalb eines Monats um etwa 12–14 % gefallen, notiert weiterhin unter wichtigen technischen Marken und verzeichnet anhaltende ETF-Mittelabflüsse. Die von QCP Capital genannte Unterstützung bei 2.150 US-Dollar liegt deutlich unter dem aktuellen Kurs. Ein Unterschreiten des nahe gelegenen Tiefs bei 2.280 US-Dollar könnte Stop-Loss-Verkäufe und Liquidationen fremdfinanzierter Positionen auslösen und die Volatilität verstärken. Die schwächere Entwicklung von Ethereum gegenüber Bitcoin unterstreicht zudem das Signal einer geringen relativen Stärke.
Die Fed-Entscheidung ist ein kurzfristiger Katalysator, aber kein verlässlicher Auslöser für eine bestimmte Kursrichtung. Ein vorsichtiger geldpolitischer Ausblick oder die Erwartung, dass die Zinsen länger auf einem hohen Niveau bleiben, könnte den Kryptomarkt belasten – wie in früheren Phasen, in denen Erwartungen einer strafferen Geldpolitik Risikoanlagen unter Druck setzten. Umgekehrt könnte eine dovishe Kommunikation eine Erholungsrally auslösen, insbesondere wenn ETH zunächst die Marke von 2.362 US-Dollar und anschließend die Widerstandszone von 2.400–2.500 US-Dollar zurückerobert. Händler könnten daher rund um die Ankündigung und die anschließenden Wirtschaftsdaten mit starken Bewegungen rechnen.
Für die längere Frist nennt der Artikel keine fundamentale Ursache für den Rückgang. Eine Erholung bleibt möglich, falls sich die institutionellen Mittelzuflüsse verbessern und die technische Unterstützung hält. Die aufeinanderfolgenden ETF-Abflüsse und das schwache Momentum deuten jedoch darauf hin, dass die Nachfrage noch nicht gedreht hat. Die Einstufung als bearish spiegelt die vorherrschenden kurzfristigen Risiken wider und ist keine Gewissheit, dass die Kurse fallen werden.