ETH-Verkauf der Ethereum Foundation erhöht den Druck, während BitMine kauft
Laut Lookonchain verkaufte eine mit der Ethereum Foundation verknüpfte Wallet am 26. Oktober 2.785 ETH im Wert von rund 6,42 Millionen US-Dollar. Der Bericht ließ die Sorgen über Verkaufsdruck erneut aufkommen; auf einen ähnlichen, zwei Wochen zuvor mutmaßlich mit der Foundation verbundenen Verkauf war ein Rückgang des ETH-Kurses um 9 % gefolgt. Ein früher Ethereum-Investor verkaufte ebenfalls 1.500 ETH. Arthur Hayes, CIO von Maelstrom, sagte, er habe angesichts der unsicheren makroökonomischen und geopolitischen Lage 6.400 ETH und weitere Token verkauft.
Die Verkäufe haben die Stimmung belastet. Der Fear and Greed Index für ETH sank auf 31 und liegt damit im Angstbereich. Verkäufe können das verfügbare Angebot erhöhen und Anleger verunsichern, garantieren jedoch keine weiteren Kursverluste.
Kaufaktivitäten bilden einen Gegenpol. BitMine stockte um 10.452 ETH auf und erhöhte damit seine gemeldeten Bestände auf 6.051.933 ETH beziehungsweise rund 4,95 % des Angebots – und kam seinem Ziel von 5 % damit nahe. Auch das Ethereum-Staking nahm im dritten Quartal um fast 2 Millionen ETH zu und erreichte insgesamt 43,8 Millionen, obwohl die annualisierte Rendite von 2,81 % auf 2,63 % sank. Für ETH-Händler könnte der kurzfristige Ausblick davon abhängen, ob der Verkaufsdruck die Nachfrage und die Akkumulation übersteigt.
Bearish
Die Nachricht ist kurzfristig bearish für ETH, da Berichten zufolge mehrere Großinvestoren verkauft haben, darunter eine mit der Ethereum Foundation verbundene Wallet und Arthur Hayes. Solche Transaktionen können Sorgen über ein kurzfristig steigendes Angebot auslösen und Händler dazu veranlassen, ihr Engagement zu reduzieren – besonders, wenn die Stimmung ohnehin bereits schwach ist: Der Fear and Greed Index für ETH liegt bei 31. Der gemeldete Rückgang um 9 % nach einem ähnlichen mutmaßlichen Verkauf zwei Wochen zuvor könnte Händler zudem für weitere Abgaben sensibilisieren, auch wenn eine einzelne frühere Kursbewegung kein verlässliches Muster belegt.
Die Auswirkungen sind jedoch nicht einseitig. Der Kauf von 10.452 ETH durch BitMine und dessen Bestand von nahezu 5 % des Angebots sind ein Beleg für anhaltende institutionelle Akkumulation. Auch der Anstieg der gestakten ETH auf 43,8 Millionen deutet auf eine fortgesetzte Beteiligung am Netzwerk hin, obwohl die Renditen gesunken sind. Diese Faktoren könnten im Laufe der Zeit dazu beitragen, einen Teil des Verkaufsdrucks aufzufangen.
Insgesamt könnten die Verkäufe die Volatilität erhöhen und ETH kurzfristig belasten, falls die Nachfrage nicht Schritt hält. Langfristig hängt die Wirkung davon ab, ob Akkumulation, die Nachfrage nach Staking und die allgemeinen Marktbedingungen die Token-Verteilung ausgleichen können. Händler könnten die Zuflüsse von ETH zu Börsen, die Kursreaktion von ETH auf große Transfers, die Risikostimmung am Gesamtmarkt und anschließende Käufe beobachten, statt die gemeldeten Verkäufe allein als eindeutiges Trendsignal zu werten.