Ethereum hält 54 % der Stablecoins, während tokenisierte Aktien stark zulegen
Ethereum ist weiterhin das größte Stablecoin-Netzwerk. Auf die Blockchain entfallen rund 54,1 % der Ausgabe über 47 Blockchains hinweg. Das entspricht etwa 162,5 bis 163 Milliarden US-Dollar eines Marktes von 300 bis 301 Milliarden US-Dollar. Nach einer separaten Messgröße belaufen sich die Stablecoin-Bestände auf Ethereum auf rund 143,76 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 47,69 % des Gesamtwerts. Die Differenz ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Token über Bridges zwischen Blockchains bewegt werden.
Der Markt für tokenisierte Aktien auf Ethereum wuchs im Jahresvergleich um etwa 170 % auf 827 bis 841 Millionen US-Dollar. Über alle Blockchains hinweg beläuft sich das Gesamtvolumen tokenisierter Aktien auf rund 3,8 bis 4,4 Milliarden US-Dollar. Als wichtigster Wachstumstreiber dieser Kategorie gilt nicht Ethereum, sondern BNB Chain. Ethereums Stablecoin-Bestand ist weiterhin deutlich größer als sein Markt für tokenisierte Aktien, während Tron mit rund 94 Milliarden US-Dollar bei der Stablecoin-Ausgabe an zweiter Stelle liegt.
Neutral
Die Nachricht ist für den breiteren Kryptomarkt neutral. Ethereums Anteil von 54,1 % an der Ausgabe von Stablecoins unterstreicht seine Rolle als wichtiger Handelsplatz für On-Chain-Dollar, was die Handelsliquidität und die DeFi-Aktivität unterstützen kann. Der Artikel meldet jedoch weder neue Zuflüsse noch regulatorische Änderungen oder eine veränderte Politik der Emittenten. Die Zahlen allein begründen daher keinen kurzfristigen Preistreiber für ETH.
Das jährliche Wachstum tokenisierter Aktien auf Ethereum um 170 % deutet auf eine zunehmende Nutzung blockchainbasierter Aktien hin. Im Vergleich zu Stablecoins ist der Markt jedoch weiterhin klein: Auf Ethereum beträgt er weniger als eine Milliarde US-Dollar, während sich die Ausgabe von Stablecoins auf Hunderte Milliarden beläuft. Zudem wird BNB Chain als wichtigster Treiber des Wachstums tokenisierter Aktien genannt. Händler könnten den Trend langfristig als positiv für die Tokenisierung von Vermögenswerten aus der realen Welt bewerten, sollten dabei aber berücksichtigen, dass sich Akzeptanz und Liquidität noch entwickeln.
Wie in früheren Phasen, in denen Daten zu den Marktanteilen von Stablecoins Aufmerksamkeit erregten, können Ranglisten der Blockchains die Stimmung beeinflussen, sagen Tokenpreise aber nicht zwangsläufig voraus. Der Abstand zwischen Ethereums Anteil an der Ausgabe und seinem Anteil an den Beständen zeigt außerdem, dass Schlussfolgerungen von der verwendeten Kennzahl abhängen, einschließlich der Auswirkungen von Bridging. Kurzfristig dürften ETH und verwandte Vermögenswerte stärker auf die allgemeine Marktlage, die Netzwerkaktivität und die Liquidität reagieren als auf diese Momentaufnahme allein. Die langfristigen Auswirkungen hängen davon ab, ob die Nutzung von Stablecoins und der Handel mit tokenisierten Aktien über verschiedene Netzwerke hinweg weiter wachsen.