US-Notenbank hält Zinsen stabil, während zwei Vertreter eine Erhöhung befürworten

Die Federal Reserve beließ ihren Leitzins, den Federal Funds Rate, am 28. Oktober 2026 bei 3,75–4,00 Prozent. Die Abstimmung im FOMC fiel mit 10 zu 2 Stimmen aus. Gouverneurin Lisa D. Cook und die Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, Beth M. Hammack, stimmten dagegen und befürworteten angesichts anhaltender Inflation und eines robusten Wirtschaftswachstums eine Erhöhung um 25 Basispunkte. Die Federal Reserve erklärte, weitere Zinserhöhungen seien weiterhin möglich, falls die Inflation nicht nachlasse – auch bei ihrer Sitzung im Dezember. Bitcoin wurde bei rund 81.000 Dollar gehandelt, nachdem der Kurs zu Wochenbeginn kurzzeitig unter 80.000 Dollar gefallen war. Die Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs zeigten Anzeichen einer Stabilisierung: Innerhalb von zwei Tagen gab es Nettozuflüsse von mehr als 286 Millionen Dollar. Die relativ restriktive Haltung könnte weiterhin Druck auf Krypto-Assets ausüben, da traditionelle Dollar-Renditen im Vergleich zu den Erträgen aus dem Staking digitaler Vermögenswerte wettbewerbsfähig bleiben.
Bearish
Die Entscheidung, die Zinsen unverändert zu lassen, war weithin erwartet worden. Die zwei Stimmen für eine Erhöhung und die Warnung der Fed, dass weitere Anhebungen weiterhin möglich sind, verleihen der Ankündigung jedoch eine leicht restriktive, also „hawkishe“ Tendenz. Länger anhaltend höhere Zinsen können den Kryptomarkt belasten, indem sie die Dollar-Renditen stützen, die Opportunitätskosten für das Halten volatiler Vermögenswerte erhöhen und Staking-Erträge weniger attraktiv machen. Das könnte den kurzfristigen Druck auf Bitcoin und Ethereum verstärken, insbesondere wenn die Renditen steigen oder Händler ihr Risikoengagement verringern. Dem Artikel zufolge notiert Bitcoin bei etwa 81.000 US-Dollar; zudem verzeichneten Spot-Bitcoin-ETFs innerhalb von zwei Tagen Mittelzuflüsse von mehr als 286 Millionen US-Dollar. Das könnte dazu beitragen, Verkäufe einzudämmen, und zeigt, dass die institutionelle Nachfrage nicht verschwunden ist. Ähnliche restriktive Signale von Zentralbanken haben häufig kurzfristige Volatilität und Neubewertungen bei Risikoanlagen ausgelöst. Die längerfristigen Auswirkungen hängen von den anstehenden Inflationsdaten, der Kommunikation der Fed, den Renditen von US-Staatsanleihen und den Mittelströmen in Kryptofonds ab. Eine Zinserhöhung im Dezember ist nicht sicher, daher könnten Händler stärker auf die anstehenden Wirtschaftsdaten reagieren als auf die jetzige Zinspause allein. Insgesamt ist die Stimmung für Krypto leicht negativ, doch die ETF-Nachfrage und bereits in den Kursen berücksichtigte Erwartungen könnten die Auswirkungen abmildern.