Bitcoin-ETFs von Franklin Templeton stehen kurz vor der Registrierung

Franklin Templeton hat zwei geplante Bitcoin-ETFs für den Handel an der Nasdaq registriert: den Franklin US Equity Bitcoin DRIP Index ETF (FBEQ) und den Franklin US Innovation Bitcoin DRIP Index ETF (FIBT). Der ETF-Analyst Nate Geraci sagt, dass die Fonds voraussichtlich bald aufgelegt werden. In den bei der SEC eingereichten Unterlagen ist der 27. Oktober als Datum des Inkrafttretens der Registrierung angegeben. Dies bestätigt jedoch nicht, wann der Handel beginnt; Franklin Templeton hat noch kein Auflegungsdatum bekannt gegeben. Die Bitcoin-ETFs zielen auf eine anfängliche Aufteilung von etwa 95 % in US-Aktien und 5 % in Bitcoin-bezogene Anlagen ab. Aktiendividenden sollen automatisch in das Bitcoin-Exposure der Fonds fließen, statt an die Anleger ausgezahlt zu werden. Die Bitcoin-Allokation wird vierteljährlich überprüft; zwischen den Überprüfungen gilt eine separate Obergrenze von 20 %. Die Fonds können börsengehandelte Bitcoin-Produkte, Futures, Optionen und andere zulässige Instrumente einsetzen. Anleger würden Bitcoin daher nicht direkt halten. FBEQ bildet einen US-Aktienindex für große Unternehmen mit rund 500 Firmen ab und erhebt eine jährliche Verwaltungsgebühr von 0,09 %. FIBT folgt einem innovationsorientierten Index mit 100 US-Unternehmen und verlangt eine Gebühr von 0,19 %. Die Registrierung und die erwartete Auflegung bieten eine neue Möglichkeit, ein Engagement in US-Aktien mit Bitcoin-bezogenen Anlagen zu verbinden. Weder die Einreichung noch das angegebene Datum des Inkrafttretens bedeutet jedoch, dass die ETFs bereits gehandelt werden.
Neutral
Die vorgeschlagenen ETFs könnten den Zugang zu Bitcoin-bezogenen Anlagen geringfügig erweitern, indem sie Aktiendividenden in ein Bitcoin-Exposure lenken. Die Meldung belegt jedoch nicht, dass Bitcoin direkt oder unmittelbar gekauft wird. Es ist nicht bestätigt, dass die Fonds bereits gehandelt werden, und ihr angestrebter Bitcoin-Anteil ist mit etwa 5 Prozent relativ gering. Zudem könnten sie ihr Exposure über börsengehandelte Produkte, Futures und Optionen statt über Spotkäufe erzielen. Kurzfristig könnten die Registrierung und die Erwartungen an einen Start die Aufmerksamkeit auf Bitcoin lenken. Ein möglicher Preiseffekt dürfte jedoch begrenzt sein und davon abhängen, ob die Fonds tatsächlich aufgelegt werden und in nennenswertem Umfang Vermögenswerte anziehen. Langfristig könnte eine erfolgreiche Verbreitung einen zusätzlichen Zugang zu Bitcoin-Exposure schaffen; die Mittelzuflüsse würden jedoch von der Nachfrage der Anleger und der Wertentwicklung der Fonds abhängen. Die Einreichungen allein liefern kein klares Signal für die Richtung des Bitcoin-Kurses oder die Marktstabilität.