Riot und Hut 8 verkaufen Bitcoin, um Expansion und Aktienrückkäufe zu finanzieren

Riot Platforms und Hut 8 haben umfangreiche Bitcoin-Verkäufe bekannt gegeben. Damit wird deutlich, wie Mining-Unternehmen Treasury-Vermögenswerte einsetzen, um ihren Finanzierungsbedarf zu decken. Riot verkaufte im dritten Quartal 10.599 BTC im Wert von rund 750 Millionen US-Dollar, um den Ausbau seiner Rechenzentren zu unterstützen. Das Unternehmen rechnet außerdem damit, fast alle neu geschürften Bitcoin zu verkaufen, um Entwicklungs- und Betriebskosten zu finanzieren, statt erneut eine große Reserve aufzubauen. Hut 8 verkaufte im dritten Quartal 954 BTC im Wert von 74,8 Millionen US-Dollar, um Aktienrückkäufe zu finanzieren, und veräußerte im Oktober weitere 2.148 BTC für 175,4 Millionen US-Dollar. Insgesamt beliefen sich die Verkäufe auf 3.102 BTC im Wert von rund 250,2 Millionen US-Dollar. Diese Bitcoin-Verkäufe könnten das Marktangebot erhöhen, spiegeln aber zugleich wider, wie Mining-Unternehmen Investitionen und Ausschüttungen an Aktionäre finanzieren.
Bearish
Die Offenlegungen könnten Bitcoin kurzfristig belasten, da Verkäufe durch Miner das am Markt verfügbare Angebot an Coins erhöhen. Riots Plan, fast alle neu geschürften Bitcoin zu verkaufen, deutet zudem auf eine anhaltende potenzielle Quelle von Verkaufsdruck hin, während die Verkäufe von Hut 8 zeigen, dass Miner Bestände veräußern könnten, um Unternehmensprioritäten zu finanzieren. Aus den offengelegten Transaktionen geht jedoch nicht hervor, dass alle Bitcoin auf einmal am Spotmarkt verkauft wurden. Zudem stehen die Verkäufe im Zusammenhang mit konkretem Finanzierungsbedarf und nicht mit einer ausdrücklich negativen Einschätzung von Bitcoin. Langfristig könnten die Finanzierung des Ausbaus von Rechenzentren und die Betriebskosten die Geschäfte der Miner unterstützen. Für den BTC-Handel ist der unmittelbare Effekt auf das Angebot jedoch das direktere Signal. Händler könnten weitere Meldungen über Verkäufe von Minern und die Marktliquidität beobachten, um einzuschätzen, ob das zusätzliche Angebot absorbiert wird.