Hyperliquids Wachstum im traditionellen Finanzwesen hebt die HYPE-Prognose an, doch die Gebühren sind entscheidend
Der Handel mit Nicht-Krypto-Produkten auf Hyperliquid ist rasant gewachsen: von null im September 2025 auf einen Höchststand von 51 % des Plattformvolumens im Juli 2026. Im Oktober machte er etwa 30 % des Volumens und am 27. Oktober 40 % der gehandelten 7,2 Milliarden US-Dollar aus. Einzelaktien waren die größte Nicht-Krypto-Kategorie.
Neutral
Die Expansion von Hyperliquid in traditionelle Finanzmärkte könnte langfristig positiv für HYPE sein, da sie die Plattformumsätze über die Zyklen des Kryptohandels hinaus diversifizieren könnte. Der wachsende Anteil des Volumens außerhalb des Kryptobereichs und die höheren Bewertungsszenarien des Modells könnten das Interesse der Anleger stützen. Diese Schätzungen beruhen jedoch auf ambitionierten Annahmen zu Marktanteilen, Handelswachstum und der Fähigkeit, Gebühren aufrechtzuerhalten. Die Gebührensensitivität ist erheblich: Würde Hyperliquid den deutlich niedrigeren Satz der CME erreichen, sänke die Basisbewertung des Modells auf 66 US-Dollar je HYPE. Das höhere, von Binance gemeldete Volumen bei TradFi-Perpetuals verschärft den Wettbewerbsdruck. Auch eine schwächere Kryptoaktivität oder niedrigere USDC-Renditen könnten die prognostizierten Umsätze beeinträchtigen. Kurzfristig könnten Händler auf Schlagzeilen zu Volumen und Bewertung reagieren. Der szenariobasierte Charakter der Prognosen und die Wettbewerbsrisiken liefern jedoch kein klares Signal für die Kursrichtung. Insgesamt stehen der Wachstumschance erhebliche Umsetzungs- und Gebührenrisiken gegenüber, was eine neutrale Einschätzung stützt.