Der Krypto-Steuerplan der IRS folgt auf Roger Vers Vergleich über 49,9 Millionen Dollar

Der IRS bereitet eine Überarbeitung seines Programms zur freiwilligen Offenlegung vor. Ein neuer Plan wird bis Dezember erwartet und könnte die Strafen für Steuerpflichtige senken, die nicht gezahlte Steuern melden. Jarod Koopman, Leiter der strafrechtlichen Ermittlungen des IRS, sagte, Fälle könnten innerhalb von 120 Tagen abgeschlossen werden, nachdem Steuerpflichtige vollständige Unterlagen eingereicht haben. Die Behörde hat jedoch weder Strafsätze noch Zulassungsvoraussetzungen bekannt gegeben. Die Nachricht folgt auf den Fall von Roger Ver. Ver räumte ein, seine Bitcoin-Bestände vorsätzlich nicht gemeldet und keine Steuer auf deren als erfolgt geltenden Verkauf gezahlt zu haben, als er seine US-Staatsbürgerschaft aufgab. Er zahlte rund 49,9 Millionen US-Dollar an Steuern, Strafen und Zinsen. Der Fall zeigt, dass der IRS Steuerbetrug ohne zeitliche Begrenzung verfolgen kann; die gewöhnlichen Fristen für Steuerfestsetzungen betragen in der Regel drei Jahre beziehungsweise sechs Jahre, wenn erhebliche Einkünfte verschwiegen wurden. Für US-Steuerpflichtige gelten digitale Vermögenswerte grundsätzlich als Eigentum. Verkäufe, Tauschgeschäfte und Zahlungen können steuerpflichtige Vorgänge auslösen. Einkünfte aus Staking, Mining, Airdrops und DeFi können als gewöhnliches Einkommen besteuert werden. Von zentralisierten Plattformen wird erwartet, bestimmte Verkäufe mit dem Formular 1099-DA zu melden. Steuerpflichtige bleiben jedoch dafür verantwortlich, ihre Unterlagen aufzubewahren und Transaktionen zu melden, die auf diesen Formularen nicht erscheinen. Der IRS-Plan zur Offenlegung von Kryptosteuern könnte die freiwillige Einhaltung fördern, ändert aber nichts an den zugrunde liegenden Steuerpflichten.
Neutral
In den Nachrichten geht es vor allem um die Durchsetzung des US-Steuerrechts und Meldepflichten, nicht um das Bitcoin-Protokoll, seine Verbreitung oder die Marktnachfrage. Roger Vers Vergleich über 49,9 Millionen US-Dollar und die geplanten Änderungen des IRS an den Regeln zur freiwilligen Offenlegung könnten einige US-Inhaber dazu veranlassen, ihre Unterlagen zu prüfen, frühere Steuerschulden zu melden oder Vermögenswerte zu verkaufen, um ihre Steuerrechnungen zu begleichen. Dies könnte vereinzelt Verkaufsdruck erzeugen, insbesondere rund um Steuerfristen. Der Artikel liefert jedoch keine Belege für umfangreiche Zwangsliquidationen oder eine unmittelbare Veränderung der Liquidität am Kryptomarkt. In der Vergangenheit konnten Meldungen über die Durchsetzung von Steuer- und Regulierungsvorschriften vorübergehend die Vorsicht und Volatilität erhöhen, insbesondere bei in den USA ansässigen Händlern und Plattformen. Diese Entwicklung dürfte jedoch weniger wahrscheinlich eine marktweite Bewegung auslösen als Maßnahmen, die den Handel oder den Zugang zu Börsen direkt einschränken. Die vorgeschlagenen Strafminderungen könnten zudem eher zur Offenlegung ermutigen als zu abrupten Verkäufen von Vermögenswerten. Kurzfristig könnten Händler die endgültigen IRS-Regeln und Berichte über steuerbedingte Verkäufe im Blick behalten; die unmittelbaren Auswirkungen auf den Preis dürften jedoch begrenzt sein. Langfristig könnten klarere Meldepflichten und eine strengere Einhaltung der Vorschriften für einige Marktteilnehmer höhere Kosten mit sich bringen, zugleich aber die regulatorische Planungssicherheit verbessern. Übergeordnete Faktoren wie die Mittelzuflüsse in Bitcoin-ETFs, die Liquidität, die makroökonomische Lage und die Spotnachfrage dürften die Preise weiterhin stärker beeinflussen als diese Steuernachricht.