Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf dem niedrigsten Stand seit 57 Jahren, während BTC, ETH und XRP mit Unsicherheit rund um die Fed konfrontiert sind
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA gingen in der Woche bis zum 17. Oktober um 6.000 auf 194.000 zurück. Damit lagen sie unter der Prognose der Ökonomen von 200.000 und nahe einem 57-Jahres-Tief. Die Zahlen deuten darauf hin, dass Arbeitgeber weiterhin zögern, Stellen abzubauen, obwohl die Einstellungen nachgelassen haben. Die Zahl der fortlaufenden Anträge stieg auf 1,728 Millionen.
Die Daten erhöhen die Unsicherheit über den Zinsausblick der Federal Reserve. Es wird erwartet, dass die Entscheidungsträger die Zinssätze bei ihrer Sitzung im Oktober bei 3,75–4,00 % belassen. Ökonomen rechnen derweil mit einer möglichen Erhöhung um 25 Basispunkte im Dezember. Höhere Zinsen können risikoreiche Anlagen, darunter Kryptowährungen, belasten. Die Arbeitsmarktzahlen allein bestimmen jedoch nicht die Marktrichtung.
Bitcoin wurde bei rund 84.200 US-Dollar gehandelt und stieß bei etwa 85.000 US-Dollar auf Widerstand. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte 87.000 und 90.000 US-Dollar in den Fokus rücken; Unterstützungen liegen bei etwa 82.200 und 80.000 US-Dollar. Ethereum notierte bei rund 2.435 US-Dollar und damit unter der Erholungsschwelle von 2.500 US-Dollar. Der Widerstand liegt bei etwa 2.550–2.575 US-Dollar, Unterstützungen bei rund 2.400 und 2.350 US-Dollar. XRP lag bei etwa 1,36 US-Dollar und stieß bei 1,38–1,41 US-Dollar auf Widerstand. Ein Rückgang unter 1,33 US-Dollar könnte die Unterstützung bei etwa 1,28 US-Dollar in den Blick rücken.
Für Kryptohändler bleiben die Erwartungen an die Fed und die Kursmarken wichtige kurzfristige Signale. Der Arbeitsmarktbericht erhöht die makroökonomische Unsicherheit, statt einen klaren Richtungsimpuls für BTC, ETH oder XRP zu liefern.
Neutral
Der Bericht sendet gemischte Signale für die Kryptomärkte. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in Höhe von 194.000 deuten auf einen robusten Arbeitsmarkt hin und könnten der Federal Reserve weniger Anlass für Zinssenkungen geben. Wenn Händler die Daten als Hinweis auf eine höhere Wahrscheinlichkeit einer strafferen Geldpolitik interpretieren, könnten die Renditen und der US-Dollar steigen und Bitcoin, Ethereum und XRP als risikoempfindliche Anlagen belasten. Der Artikel sagt jedoch auch, dass die Fed ihre Zinsen bei ihrer Sitzung im Oktober voraussichtlich unverändert lassen wird. Die Zahl der Erstanträge allein lässt zudem weder auf den Zeitpunkt noch auf das Ausmaß künftiger geldpolitischer Änderungen schließen.
Kurzfristig dürften sich Händler auf die Zinserwartungen und die genannten technischen Marken konzentrieren. Ob Bitcoin die Marke von 85.000 US-Dollar überwindet, Ethereum sich über 2.500 US-Dollar erholt und wie XRP im Bereich von 1,33 bis 1,41 US-Dollar reagiert, könnte für die unmittelbare Positionierung wichtiger sein als die Zahl der Erstanträge selbst. Ein Durchbruch unter eine Unterstützung könnte Stop-Loss-Verkäufe auslösen, während eine anhaltende Erholung über einen Widerstand Momentum-Käufe fördern könnte. Die Zahlen könnten auch rund um die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten zu mehr Volatilität beitragen, weisen für sich genommen jedoch nicht auf eine Veränderung der Stabilität des Kryptomarktes hin.
Ähnlich starke Arbeitsmarktdaten haben mitunter Zinssorgen geschürt und spekulative Anlagen belastet. Die Märkte sind jedoch auch gestiegen, wenn Anleger zu dem Schluss kamen, dass die Stärke der Beschäftigung das Wirtschaftswachstum stützt, ohne zusätzliche Straffungen zu erzwingen. Längerfristig hängt die Wirkung vom Zusammenspiel weiterer Faktoren ab, darunter Inflation, Beschäftigung, Kommunikation der Fed, institutionelle Kapitalströme und die Nachfrage nach Kryptoanlagen. Der Bericht ist daher am besten als Quelle makroökonomischer Unsicherheit zu verstehen, nicht als eigenständiges bullisches oder bärisches Signal.