JPMorgan: Regulierungsmaßnahmen mildern den Rückschlag für den Clarity Act
Der JPMorgan-Analyst Nikolaos Panigirtzoglou sagt, dass die jüngsten Maßnahmen der SEC, der CFTC und des OCC die Auswirkungen des Scheiterns des US-Senats, den Clarity Act voranzubringen, teilweise ausgeglichen haben. Diese Maßnahmen könnten kurzfristig die Beteiligung institutioneller Anleger am Kryptomarkt fördern, bieten jedoch nicht den dauerhaften Rahmen, den ein Gesetz schaffen könnte. JPMorgan erwartet, dass der Clarity Act in diesem Jahr wahrscheinlich nicht verabschiedet wird und sich bis 2027 verzögern könnte. Bis ein umfassenderes Gesetz zur Marktstruktur verabschiedet ist, bleibt die politische und rechtliche Unsicherheit hoch; zudem könnten einige regulatorische Maßnahmen von einer künftigen Regierung rückgängig gemacht werden. Die Marktstimmung ist weiterhin relativ optimistisch, und Händler achten auf weitere Schritte, die institutionellen Anlegern den Einstieg in den Kryptomarkt erleichtern könnten.
Neutral
Das Marktsignal ist gemischt und spricht für eine neutrale Einschätzung. Kurzfristig könnten Maßnahmen der SEC, CFTC und OCC Institutionen den Zugang erleichtern und dazu beitragen, die Enttäuschung darüber auszugleichen, dass der Senat den Clarity Act nicht vorangebracht hat. Das könnte die Stimmung stützen, auch wenn der Artikel weder eine konkrete neue Regel noch Kapitalzuflüsse oder eine unmittelbare Veränderung der Handelsbedingungen meldet. Der mittel- und langfristige Ausblick bleibt ungewiss: JPMorgan zufolge ist eine Gesetzgebung für einen dauerhaft tragfähigen Rahmen erforderlich. Die Bank rechnet damit, dass sich der Gesetzentwurf möglicherweise bis 2027 verzögert, und warnt, dass die politischen und rechtlichen Risiken weiterhin hoch sind. Die Möglichkeit, dass von Behörden eingeleitete Maßnahmen rückgängig gemacht werden, könnte die Zusagen institutioneller Anleger begrenzen. Wie in früheren Phasen, in denen Fortschritte bei der Kryptopolitik eher von Aufsichtsbehörden als von der Gesetzgebung abhingen, könnten Händler positiv auf einzelne Ankündigungen reagieren. Kursgewinne könnten jedoch gefährdet sein, wenn Regeln angefochten werden oder sich die politischen Mehrheitsverhältnisse ändern. Insgesamt dürfte die Nachricht eher vorsichtigen Optimismus aufrechterhalten als eine entscheidende Marktbewegung auszulösen. Händler sollten die Gesetzgebungsentwicklung, Leitlinien der Behörden und institutionelle Kapitalströme beobachten.