Kalshi führt von BitGo unterstützte Kryptokredite für Perpetual Futures ein
Kalshi Prime hat eine Partnerschaft mit BitGo geschlossen, damit berechtigte Kunden gegen in Verwahrung gehaltene Bitcoin (BTC), Ether (ETH) und zugelassene Stablecoins Kredite aufnehmen und die Mittel anschließend als Margin für Kalshis Perpetual-Futures-Kontrakte verwenden können. Die Kredite vergibt Kalshis Tochtergesellschaft Kalshi Katalyst im Rahmen einer Vereinbarung zwischen drei Parteien: den Kunden, Kalshi Katalyst und BitGo Bank & Trust, das die Sicherheiten verwahrt und überwacht. So können Händler ihr Krypto-Engagement aufrechterhalten, ohne Vermögenswerte zu verkaufen, um Bargeld zu beschaffen. Kalshi-Prime-CEO Jeff Bandman zufolge zählen zu den potenziellen Nutzern Kryptohändler, Handelsfirmen, Unternehmen, die an den US-Dollar gekoppelte Stablecoins verwenden, sowie Großanleger; Kalshi könnte weitere Verwahrer hinzufügen. Mit dem Start baut Kalshi sein Margin-Angebot und seine Aktivitäten im Bereich Perpetual Futures aus. Bis September hatten Kalshis Krypto-Perpetual-Kontrakte ein kumuliertes Nominalvolumen von rund 44 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Der Dienst könnte die Kapitaleffizienz verbessern und Kalshi helfen, mit Offshore-Plattformen zu konkurrieren. Kreditbedingungen, Limits und die Nutzung durch Kunden wurden jedoch nicht bekannt gegeben. Kredite für den Handel erhöhen zudem die Risiken durch Hebelwirkung und Liquidationen.
Neutral
Bei dieser Entwicklung geht es in erster Linie um eine Änderung der Finanzierung und des Zugangs zum Handel, nicht um eine direkte Veränderung der Fundamentaldaten oder des Angebots von BTC, ETH oder Stablecoins. Kurzfristig könnte die Möglichkeit für berechtigte Kalshi-Kunden, Kredite gegen diese Vermögenswerte aufzunehmen, deren Nutzung als Sicherheiten geringfügig erhöhen und die Nachfrage von Händlern unterstützen, die ein gehebeltes Engagement anstreben. Der Dienst steht jedoch nur berechtigten Kunden offen, und die Berichte enthalten weder Kreditkonditionen noch Nutzungszahlen oder Hinweise auf umfangreiche Neukäufe. Daher dürfte der Effekt auf die Preise der Coins begrenzt sein. Langfristig könnte die breitere Nutzung als Sicherheit ihre Rolle in der Handelsinfrastruktur stärken. Kreditfinanzierte Positionen können bei starken Kursschwankungen jedoch auch liquidiert werden und dadurch den Verkaufsdruck möglicherweise verstärken. Das gemeldete Volumen bezieht sich auf die Kontrakte von Kalshi, nicht auf direkte Käufe der zugrunde liegenden Kryptowährungen am Spotmarkt. Insgesamt sind die Auswirkungen auf die Preise von BTC, ETH und Stablecoins neutral.