Kasachisches Gericht schränkt sechs Kryptoplattformen im AIFC ein

Ein Gericht in Kasachstan hat sechs Kryptoplattformen – BingX, Bitcoin.com, HTX, BitMart, Coinbase und WEEX – angewiesen, die Bereitstellung, das Angebot und die Werbung für nicht lizenzierte Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte im Astana International Financial Centre (AIFC) einzustellen. Am 15. September gab das AIFC-Gericht den Klagen der Astana Financial Services Authority (AFSA) statt. Die Beschränkungen gelten auch für mobile Apps. Google und Apple müssen den Zugang zu den genannten Diensten in ihren App-Stores innerhalb des Finanzzentrums einschränken. Die Anordnungen gelten im AIFC, nicht in ganz Kasachstan. Um im Finanzzentrum tätig zu sein, müssen Kryptounternehmen die jeweils geltenden lokalen Lizenzanforderungen erfüllen. LBank wurde am 18. September aus dem Verfahren genommen, nachdem der Betreiber den Zugang in Kasachstan gesperrt und die Bedenken der AFSA ausgeräumt hatte. Die Aufsichtsbehörde erklärte, sie habe 2025 mehr als 20 Plattformen gewarnt: Neun beschränkten anschließend freiwillig den App-Zugang, sieben teilten mit, eine Lizenz beantragen zu wollen, und die übrigen sechs wurden mit gerichtlich angeordneten Beschränkungen belegt. Die Maßnahme erfolgt, während Kasachstan Regeln für Kryptobörsen, Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte ausarbeitet. Die gerichtlichen Beschränkungen könnten den Zugang für Nutzer im AIFC beeinträchtigen und Händler dazu veranlassen, die Verfügbarkeit der Dienste zu prüfen oder lizenzierte Alternativen in Betracht zu ziehen. Aufgrund des begrenzten geografischen Geltungsbereichs dürfte sich dieser Schritt zur Regulierung von Kryptowährungen jedoch kaum wesentlich auf die Preise am breiteren Kryptomarkt auswirken.
Neutral
Das Urteil richtet sich gegen den Zugang zu sechs Plattformen innerhalb des AIFC. Es verbietet sie weder landesweit noch zielt es auf eine bestimmte Kryptowährung ab. Für betroffene Nutzer kann es kurzfristig Unsicherheit schaffen und einige Händler zum Wechsel der Plattform veranlassen. Aufgrund des begrenzten Zuständigkeitsbereichs und des Fehlens einer direkten Beschränkung für einen bedeutenden Token ist eine breite Preisreaktion jedoch unwahrscheinlich. Ähnliche Durchsetzungsmaßnahmen können die Stimmung hinsichtlich des lokalen Zugangs zu Kryptowährungen vorübergehend belasten. Ihre längerfristigen Auswirkungen auf den Markt hängen jedoch meist davon ab, ob sich die Regulierung ausweitet, die Liquidität verändert oder die Nachfrage nach bestimmten Vermögenswerten beeinflusst. Die verfügbaren Informationen deuten nicht auf solche weiterreichenden Auswirkungen hin. Daher ist der erwartete Effekt auf die Kryptowährungspreise und die allgemeine Marktstabilität neutral.