Ken Griffin warnt, dass die KI-Blase die GPU-Preise unter Druck setzen könnte

Ken Griffin, Gründer von Citadel, sagt, der KI-Boom befinde sich „mit ziemlicher Sicherheit“ in einer Blase. Er fordert Anleger jedoch nicht zum Verkauf auf. Wie beim Internetboom Ende der 1990er-Jahre könne spekulativer Überschwang mit einer transformativen Technologie einhergehen, argumentiert er. Überlebende Unternehmen könnten ihre Märkte dann jahrzehntelang anführen. Griffin warnte, ein Überangebot an GPUs könne die Preise drücken. Er verglich deren Kapazität mit Flugzeugsitzen und erinnerte daran, wie überschüssige Glasfaserkapazitäten in der Telekommunikation um das Jahr 2000 die Preise sinken ließen. Zudem stellte er infrage, ob ältere Chips die derzeit hohen Mietpreise halten können. Der Philadelphia Semiconductor Index fiel vom 6. bis zum 16. Oktober an acht Handelstagen in Folge um rund 15,7 Prozent – ein Zeichen für die Volatilität von Chipaktien. Unternehmen überprüfen ihre KI-Ausgaben und vergleichen Premium-Modelle von OpenAI und Anthropic mit günstigeren Open-Source-Alternativen. Außerdem prüfen sie, ob die Produktivitätsgewinne durch KI hoch genug sind, um die Kosten zu rechtfertigen. Gartner prognostiziert für 2025 weltweite KI-Ausgaben von nahezu 1,5 Billionen US-Dollar. Eine schwächere Nachfrage nach Premiumdiensten könnte jedoch zuerst Chiphersteller und Cloud-Anbieter treffen. Für Kryptohändler ist die Debatte über eine KI-Blase ein indirekter Indikator für die Risikobereitschaft, keine direkte Entwicklung im Bereich digitaler Vermögenswerte. Ein Rückgang der KI-Investitionen könnte Technologieaktien und die allgemeine Marktstimmung belasten und dadurch kurzfristig auch Kryptowährungen beeinflussen. Die langfristigen Folgen hängen davon ab, ob KI-Investitionen dauerhaft tragfähige Geschäftserträge hervorbringen.
Neutral
In den Nachrichten wird weder eine bestimmte Kryptowährung genannt noch über eine direkte Veränderung der Fundamentaldaten des Kryptomarkts berichtet. Daher ist die Auswirkung auf die Preise digitaler Vermögenswerte am besten als neutral einzustufen. Kurzfristig könnten Griffins Warnung und der starke Rückgang des Halbleiterindex die Risikobereitschaft verringern, wenn Händler sie als Anzeichen für nachlassende Technologieinvestitionen deuten; das könnte neben anderen Risikoanlagen auch Kryptowährungen zusätzlich unter Druck setzen. Ein solcher Effekt wäre jedoch indirekt und könnte begrenzt oder vorübergehend sein. Langfristig weist der Artikel außerdem darauf hin, dass transformative Technologien trotz spekulativer Blasen dauerhafte Marktführer hervorbringen können. Ob die Ausgaben für KI letztlich die allgemeine Stimmung stützen oder belasten, hängt von der Nachfrage, den GPU-Preisen und Belegen für nachhaltige Erträge aus KI-Investitionen ab – nicht von einem direkten Auslöser für Kryptowährungskurse.