Untersuchung zu Ledger-Hardware-Wallets nimmt CryptoBilis-Geräte ins Visier
Ledger untersucht Hardware-Wallets, die der südostasiatische Wiederverkäufer CryptoBilis verkauft hat, nachdem in einem betroffenen Gerät ein nicht autorisiertes Hardware-Implantat gefunden wurde. Das Sicherheitsteam Donjon von Ledger prüft sichergestellte Wallets und arbeitet mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen. Am 10. Oktober bestätigte das Unternehmen, dass ein Gerät betroffen war. Berichten zufolge kann das Implantat den Bildschirm auslesen, während der Einrichtung eine 24 Wörter umfassende Wiederherstellungsphrase erfassen und sie über eine integrierte eSIM und eine LTE-Verbindung übertragen. Ledger zufolge verändert das Implantat weder den Sicherheitschip noch das Betriebssystem oder die Signierung von Transaktionen. Zudem gebe es keine Hinweise darauf, dass die Infrastruktur, Systeme oder Dienste des Unternehmens kompromittiert wurden. Alle bestätigten Verluste im Zusammenhang mit dem Vorfall betreffen Geräte, die CryptoBilis verkauft hat. Das Unternehmen hat den Verkauf von Ledger-Produkten eingestellt. Während die Untersuchung weiterläuft, kontaktiert Ledger betroffene Nutzer. Der Fall verdeutlicht die Risiken in der Lieferkette für Nutzer von Hardware-Wallets und wie wichtig es ist, bei vertrauenswürdigen Händlern zu kaufen.
Neutral
Der Vorfall könnte das Vertrauen in die Hardware-Wallets von Ledger vorübergehend schwächen und Nutzer dazu veranlassen, die Herkunft ihrer Geräte zu überprüfen. Das könnte die Stimmung beim Kryptohandel etwas vorsichtiger machen. Die Berichte betreffen jedoch bestimmte von einem Wiederverkäufer verkaufte Geräte, nicht eine Kompromittierung der Ledger-Infrastruktur oder des Systems zur Transaktionssignierung. In den Zusammenfassungen wird zudem keine direkte Auswirkung auf den Preis einer Kryptowährung festgestellt. Der Wiederverkäufer hat den Verkauf eingestellt, während Ledger den Vorfall untersucht und Nutzer kontaktiert. Kurzfristig könnten weitere bestätigte Verluste oder Hinweise auf eine größere Zahl betroffener Geräte die negative Stimmung verstärken; beruhigende Untersuchungsergebnisse könnten sie begrenzen. Langfristig dürfte die Auswirkung auf die Preise von Krypto-Assets begrenzt bleiben, sofern die Untersuchung nicht ein umfassenderes Sicherheitsversagen aufdeckt, das das Vertrauen in die Selbstverwahrung beeinträchtigt.