Das Open Interest bei Monero-Futures steigt auf über 300 Millionen Dollar und erhöht das Liquidationsrisiko
Monero (XMR) ist über 600 US-Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Januar. Gleichzeitig überstieg das Open Interest bei Monero-Futures 300 Millionen US-Dollar. Das in Coins gemessene Open Interest erreichte laut SoSoValue 515.730 XMR – den höchsten Wert seit fünf Wochen und fast 30 % mehr als eine Woche zuvor.
Die zunehmende Hebelwirkung könnte XMR anfällig für eine starke Trendwende machen. Im Januar stieg das Open Interest zusammen mit dem Kurs, als XMR etwa 790 US-Dollar erreichte. Innerhalb von ungefähr 20 Tagen fiel der Token anschließend unter 300 US-Dollar, während Long-Positionen im Wert von mehreren Millionen Dollar liquidiert wurden. Der Vergleich verdeutlicht das Liquidationsrisiko und ist keine Prognose, dass sich derselbe Rückgang wiederholen wird. Auch der Analyst Doctor Profit hat vor dem Aufbau von Positionen gewarnt.
Der spätere Bericht nennt 580 US-Dollar als wichtige Unterstützungsmarke: Ein Durchbruch nach unten könnte weitere Liquidationen von Long-Positionen auslösen und XMR in Richtung der 500-Dollar-Spanne drücken. Händler können das Open Interest bei Monero-Futures, die Kursentwicklung und die Liquidationsdaten von Coinglass verfolgen. Als mögliche Treiber der Rally wurden das wieder erwachte Interesse an Privacy-Coins nach einer Qubic-bezogenen Störung sowie die allgemein größere Risikobereitschaft am Markt genannt.
Neutral
Die Nachrichten zeigen sowohl ein unterstützendes Kursmomentum als auch ein klares, mit Hebelwirkung verbundenes Abwärtsrisiko. Daher ist ihre direkte Auswirkung auf XMR am besten als neutral einzustufen. Der Anstieg von XMR über 600 US-Dollar und das zunehmende Open Interest deuten auf eine rege Handelsaktivität hin und könnten weitere Gewinne begünstigen, sofern die Käufer die Kontrolle behalten. Eine steigende Positionierung in Futures kann jedoch die Volatilität verstärken: Ein Rückgang unter die gemeldete Unterstützung bei 580 US-Dollar könnte erzwungene Schließungen von Long-Positionen auslösen und den Verkaufsdruck erhöhen, wodurch der Kurs möglicherweise in Richtung 500 US-Dollar gedrückt wird.
Kurzfristig könnten Händler auf Veränderungen beim Open Interest, bei den Unterstützungsniveaus und bei den Liquidationsdaten reagieren, sodass die Kursschwankungen in beide Richtungen stärker ausfallen. Das Ereignis im Januar ist ein warnender Vergleich, aber kein Beleg dafür, dass sich ein erneuter Ausverkauf zwangsläufig wiederholt. Langfristig könnten eine anhaltende Nachfrage nach Privacy-Coins und die allgemeine Marktstimmung mitbestimmen, ob die Rally Bestand hat. Übermäßige Hebelwirkung würde XMR hingegen anfällig für liquidationsbedingte Kursrückgänge machen.