Nasdaq fällt um 2,86 Prozent, da Sorgen über KI-Ausgaben die Tech-Branche belasten
Der Nasdaq Composite fiel am 30. Oktober um 2,86 % auf 25.437 Punkte. Das war der stärkste Tagesverlust seit dem 5. Juni, während Anleger infrage stellten, ob die hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz Renditen bringen werden. Der Nasdaq liegt 7,8 % unter seinem Rekordhoch vom 6. Oktober und steuert auf die schlechteste Monatsentwicklung seit März 2025 zu.
Die Intel-Aktie brach um fast 29 % ein, nachdem der Ausblick des Unternehmens für das vierte Quartal enttäuscht hatte. Für den Chiphersteller war dies der stärkste Tagesverlust seit 1974. Amazon gab Investitionen von 94,8 Milliarden US-Dollar bekannt, überwiegend für KI-Infrastruktur, sowie einen Abfluss von 42,4 Milliarden US-Dollar beim freien Cashflow im vergangenen Jahr.
Der Ausverkauf erfasste auch Chipaktien: AMD verlor 10,9 %, Nvidia gab 4,2 % nach und der Halbleiterindex sank um 7,2 %. Der S&P 500 fiel um 1,82 % und der Dow um 1,09 %. Der Rückgang des Nasdaq verdeutlicht, dass Anleger die Kosten von KI-Investitionen zunehmend kritisch prüfen und klarere Belege für deren Rentabilität verlangen.
Bearish
Die Nachricht ist kurzfristig leicht negativ für Kryptowährungen, da sie auf eine zunehmende Risikoaversion an wachstumsorientierten Märkten hindeutet. Ein starker Rückgang des Nasdaq, fallende Halbleiteraktien und die Sorge, dass KI-Investitionen möglicherweise keine Rendite erzielen, könnten Händler dazu veranlassen, ihr Engagement in volatileren Anlagen wie Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu verringern. Wenn der Ausverkauf zu einer breiteren Schwäche an den Aktienmärkten oder zu einer Verschärfung der Finanzierungsbedingungen führt, könnte zusätzlicher Druck auf den Kryptomarkt entstehen. Händler könnten die Reaktion von Bitcoin zusammen mit Nasdaq-Futures, dem US-Dollar, Anleiherenditen und den Funding-Raten im Kryptobereich beobachten, um festzustellen, ob sich der Risikoabbau ausweitet.
Die Auswirkungen sind indirekt: Der Artikel berichtet von keinem kryptospezifischen Ereignis, und die Entwicklung von Technologiewerten in einer einzelnen Handelssitzung bestimmt nicht die Kryptopreise. In der Vergangenheit gingen Phasen einer breit angelegten, technologiegetriebenen Risikoaversion mitunter mit Rückgängen bei Kryptowährungen einher, da Anleger spekulative Positionen abbauten. Digitale Vermögenswerte können sich jedoch auch anders entwickeln und stärker auf kryptospezifische Kapitalströme oder makroökonomische Nachrichten reagieren. Langfristig ist entscheidend, ob das schwindende Vertrauen in KI-bezogene Ausgaben auf eine geringere Risikobereitschaft und strengere Investitionsbedingungen übergreift. Bleiben die Sorgen auf Unternehmensgewinne und Prognosen der Chiphersteller beschränkt, könnte die Auswirkung auf Kryptowährungen nachlassen; anhaltende Schwankungen an den Aktienmärkten könnten die Marktstabilität und die spekulative Nachfrage stärker belasten.