Nasdaq will die Obergrenze für IBIT-Optionen wegen steigender Nachfrage auf 1 Million Kontrakte vervierfachen
Die Nasdaq International Securities Exchange (ISE) hat bei der SEC beantragt, die Positions- und Ausübungsgrenzen für Optionen auf den iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) von BlackRock von 250.000 auf 1.000.000 Kontrakte anzuheben. Als Begründung nennt die ISE wachsende institutionelle Nachfrage und die Notwendigkeit, Hedging, Einkommensstrategien und strukturierte Produkte zu unterstützen. Der Vorschlag würde außerdem Positionsgrenzen für physisch abgewickelte FLEX-IBIT-Optionen aufheben und damit die Kapazität für maßgeschneiderte institutionelle Geschäfte erweitern. Das Open Interest der IBIT-Optionen stieg nach dem Start schnell an — zeitweise näherte es sich 50 Mrd. USD — was bereits früher in diesem Jahr zu einer Anhebung der Limits führte (25.000 → 250.000). Unterdessen bleibt Deribit der größte Marktplatz für BTC-Optionen mit rund 50,27 Mrd. USD Open Interest, etwa 453.820 aktiven BTC-Kontrakten und einem Handelsvolumen 2024, das um ~95 % auf 1,185 Bio. USD gestiegen ist (Optionen ≈ 743 Mrd. USD). Die SEC prüft den Antrag von Nasdaq; bis zur Genehmigung bleiben die Limits unverändert. Für Trader: Höhere börsliche Limits würden größere institutionelle Hedges und Overlays ermöglichen, die On‑Exchange‑Liquidität für Bitcoin‑Optionen vertiefen und die Hedge‑Effizienz für ETF‑Exposures verbessern — sie erlauben aber auch größere richtungs- und volatilitätsbezogene Positionen, die die realisierte BTC‑Volatilität um makroökonomische oder kryptospezifische Ereignisse verstärken können.
Bullish
Die Anhebung der Listed‑Options‑Limits für IBIT auf 1.000.000 Kontrakte und die Aufhebung der FLEX‑Limits erhöhen die on‑exchange Kapazität für institutionelle Orders und Hedging im Zusammenhang mit einem großen Bitcoin‑ETF. Diese Ausweitung wird voraussichtlich mehr institutionellen Orderflow von OTC‑Plätzen in regulierte Börsen ziehen, die Optionsliquidität vertiefen und die Ausführungs‑ und Hedgingeffizienz bei großen BTC‑Exposures verbessern — alles Faktoren, die die Nachfrage nach BTC mittelfristig stützen. Kurzfristig kann die Zulassung die Liquiditätsfragmentierung verringern und die Optionsspreads an gelisteten Handelsplätzen verengen, was die Preisfindung unterstützt. Größere zugelassene Positionen ermöglichen jedoch auch größere richtungsbezogene oder Volatilitätswetten, die die realisierte Volatilität um makro‑ oder kryptospezifische Nachrichten verstärken können. Der Nettoeffekt auf den BTC‑Preis ist daher wahrscheinlich positiv (bullisch) aufgrund verbesserter institutioneller Zugänge und Hedging‑Kapazitäten, bringt aber zugleich ein Potenzial für schärfere kurzfristige Ausschläge mit sich.