NEAR fällt um 7 %, obwohl die Kürzung der Token-Ausgabe genehmigt wurde

NEAR fiel am 3. November um etwa 7 % auf rund 3,82 US-Dollar. Damit weitete sich der Wochenverlust auf ungefähr 13 % aus, obwohl die Community einer Kürzung der Token-Ausgabe zugestimmt hatte. Die Kursentwicklung deutet darauf hin, dass die Änderung der NEAR-Tokenomics den kurzfristigen Verkaufsdruck bislang weder gemildert noch die Marktstimmung verbessert hat. HSP-029 erhielt rund 99,9 % der abgegebenen Stimmrechte; etwa 3,28 Millionen veNEAR stimmten dafür. Der Vorschlag sieht vor, die maximale jährliche Ausgaberate von NEAR über zwei Jahre schrittweise von 2,5 % auf 1,6 % zu senken. Prognosen zufolge würde die Kürzung rund 11,8 Millionen NEAR über zwei Jahre und 66,1 Millionen über sechs Jahre aus dem Umlauf halten und könnte so die langfristige Verwässerung verringern. Unter der Annahme, dass die übrigen Bedingungen unverändert bleiben, dürfte jedoch auch die Brutto-Staking-Rendite von etwa 5,2 % auf 3,3 % sinken. Die Änderung der NEAR-Ausgabe ist noch nicht in Kraft. Zunächst muss sie eine 14-tägige Vetofrist des Sicherheitsrats und anschließend die Ratifizierung durchlaufen; danach folgt eine 90-tägige Übergangsfrist. Außerdem müssen die Validatoren ein Protokoll-Upgrade übernehmen. Für Trader könnte ein langsameres Angebotswachstum NEAR langfristig stützen. Niedrigere Staking-Belohnungen und anhaltender Verkaufsdruck könnten den Token jedoch kurzfristig belasten. Die endgültigen Auswirkungen auf den Kurs hängen von den Marktbedingungen, der Nachfrage und der Reaktion der Inhaber ab.
Bearish
Das unmittelbare Preissignal ist bearish: NEAR fiel im Tagesverlauf um etwa 7 % und im Laufe der Woche um rund 13 %, obwohl der Vorschlag mit überwältigender Unterstützung angenommen wurde. Das deutet darauf hin, dass Händler den kurzfristigen Verkaufsdruck und die Marktbedingungen höher gewichten als die mögliche Verringerung des Angebots. Niedrigere prognostizierte Staking-Renditen von etwa 5,2 % auf 3,3 % könnten für einige Anleger außerdem die Attraktivität mindern, NEAR zu halten und zu staken. Langfristig könnte eine niedrigere Ausgaberate die Verwässerung begrenzen und den Token stützen, sofern die Nachfrage stabil bleibt oder wächst. Die Änderung ist jedoch noch nicht in Kraft und muss zunächst Governance- und Umsetzungsschritte durchlaufen; ihre Auswirkungen auf das Angebot treten daher nicht sofort ein. Wie bei ähnlichen Tokenomics-Ankündigungen dürfte die Genehmigung allein keine anhaltende Rally auslösen. Händler werden wahrscheinlich die Kursentwicklung, die Nachfrage und die Beteiligung am Staking beobachten, während der Vorschlag weiter voranschreitet. Angesichts des beobachteten Rückgangs und des kurzfristigen Zielkonflikts bei den Erträgen ist die erwartete Kurswirkung auf NEAR bearish, während der längerfristige Effekt weiterhin von den Bedingungen abhängt.