New York beantragt eine gerichtliche Anordnung zur Durchsetzung der Vorladung an Kalshi

Die Glücksspielkommission des Bundesstaats New York hat ein einzelstaatliches Gericht gebeten, Kalshi zur Befolgung einer am 31. Juli gemäß Abschnitt 104(7) des New Yorker Gesetzes über Pferderennen, Pari-Mutuel-Wetten und Zucht erlassenen Vorladung im Rahmen einer Untersuchung zu verpflichten. Die Untersuchung umfasst Kalshis Sportereignis-Kontrakte, Angebote für Nutzer unter 21 Jahren, Werbung, in der die Produkte als Wetten bezeichnet werden, sowie die Eigentumsverhältnisse und die Unternehmensstruktur. Nach Angaben der Kommission sollen die Informationen dabei helfen zu entscheiden, ob zivilrechtliche Sanktionen verhängt werden und wie hoch diese ausfallen sollen. Kalshi hat sich öffentlich nicht dazu geäußert. Der Fall erhöht den regulatorischen Druck auf Kalshi: Der Generalstaatsanwalt und der Gouverneur von New York hatten die Prognosemarkt-Plattform zuvor verklagt und mindestens 36 Milliarden US-Dollar gefordert. Ein Bundesrichter lehnte Kalshis Antrag auf eine einstweilige Verfügung am 7. Juli ab. Die Berufungsgerichte sind jedoch uneins: Der Third Circuit stellte sich hinter Kalshi, während der Ninth und der Sixth Circuit die Position der staatlichen Aufsichtsbehörden unterstützten.
Neutral
Der Streit schafft für Kalshi unmittelbar rechtliche und regulatorische Unsicherheit, lässt jedoch keine klaren kurzfristigen Auswirkungen auf Kryptowährungskurse oder die Marktliquidität erkennen. Die Vorladung betrifft die Produkte, das Marketing, den Zugang Minderjähriger und die Unternehmensstruktur der Plattform. Die Kommission fordert Informationen an, um mögliche zivilrechtliche Sanktionen zu prüfen, und kündigt keine neue Sanktion an. Die frühere Klage in New York und die Uneinigkeit zwischen den Bundesberufungsgerichten zeigen, dass der Ausgang weiterhin ungewiss ist. Wie bei früheren Maßnahmen auf Ebene der Bundesstaaten gegen Prognosemärkte und kryptobezogene Unternehmen könnten Händler auf neue Gerichtsurteile oder Durchsetzungsmaßnahmen reagieren. Allein diese Einreichung dürfte jedoch breite Indikatoren des Kryptomarkts wie das Bitcoin-Handelsvolumen, die Funding Rates oder Stablecoin-Zuflüsse kaum verändern. Kurzfristig könnte die Stimmung gegenüber Kalshi nachlassen und die Schwankungen bei den Geschäftsaussichten zunehmen. Langfristig könnte ein Urteil gegen Kalshi die Compliance-Kosten erhöhen oder die Geschäftstätigkeit in den USA einschränken, während ein günstiger Ausgang das Geschäftsmodell stützen könnte. Die breiteren Auswirkungen auf den Markt hängen davon ab, ob der Fall einen Präzedenzfall für andere Prognosemärkte schafft oder eine umfassendere Regulierung nach sich zieht.