NIP Group baut das Bitcoin-Mining mit einem Kauf von 4,47 EH/s aus
NIP Group, die Muttergesellschaft des E-Sport-Teams Ninjas in Pyjamas, hat eine dritte Charge von Bitcoin-Mining-Maschinen erworben und dafür mehr als 247 Millionen Aktien der Klasse A ausgegeben. Der Kauf erweitert die Hashrate um rund 4,47 EH/s und erhöht die installierte Kapazität auf etwa 13,85 EH/s. Die Maschinen sind bereits an Standorten von Drittanbietern in Betrieb. Das Unternehmen schätzt die Produktion auf rund 195 BTC pro Monat, was zu den genannten Preisen ungefähr 2,8 Millionen US-Dollar entspricht. Die tatsächliche Produktion hängt von der Netzwerkschwierigkeit, der Betriebszeit und den Hosting-Bedingungen ab. Durch die aktienbasierte Vereinbarung werden Barausgaben und ausgewiesene Schulden vermieden, zugleich werden die Anteile bestehender Aktionäre verwässert. CEO Hicham Chahine erklärte, NIP Group könne Anlagen auf KI oder Hochleistungsrechnen umstellen, falls diese Bereiche höhere Renditen versprechen. Die ASIC-Miner selbst eignen sich jedoch nicht für solche Arbeitslasten; eine Umstellung würde daher auf gemeinsam genutzter Strom- und Rechenzentrumsinfrastruktur beruhen. Nach Bekanntgabe der Erweiterung fiel die NIP-Group-Aktie um 40,7 Prozent auf ein Allzeittief, während Bitcoin im selben Zeitraum etwa 2 Prozent nachgab. Der Deal erhöht das Engagement des Unternehmens im Bitcoin-Mining, signalisiert für sich genommen jedoch keine Veränderung der allgemeinen Bitcoin-Nachfrage.
Neutral
Die Ankündigung hat nur begrenzte direkte Auswirkungen auf den Bitcoin-Preis. Die ausgeweitete Mining-Kapazität von NIP Group könnte die künftige BTC-Produktion des Unternehmens erhöhen, doch die geschätzten 195 BTC pro Monat sind im Verhältnis zum Gesamtmarkt gering und schaffen keine neue Nachfrage nach Bitcoin. Der gemeldete Rückgang von BTC um rund 2 % erfolgte zeitgleich mit einem starken Kursrückgang der NIP-Group-Aktie, doch aus den Zusammenfassungen geht nicht hervor, dass die Unternehmensankündigung die Kursbewegung von Bitcoin verursacht hat. Kurzfristig könnten Händler die Wirtschaftlichkeit des Minings, die Netzwerkschwierigkeit und die Verkäufe der Miner beobachten, um Anzeichen für ein zusätzliches Angebot zu erkennen. Längerfristig könnte das potenzielle Interesse des Unternehmens an KI oder Hochleistungsrechnen beeinflussen, wie es seine Anlagen nutzt. Ein möglicher Wechsel hinge jedoch von Renditen und Infrastruktur ab, nicht allein davon, dass das Unternehmen Mining-Maschinen besitzt. Insgesamt ist der Deal für das Geschäft und die Aktionäre von NIP Group bedeutender als für das Marktgleichgewicht von Bitcoin und spricht daher für eine neutrale Einschätzung der Auswirkungen auf den Preis.