Die Tokenisierung von OKXICE steht vor 33 Absagen von 63 Unternehmen
Der Tokenisierungsplan von OKXICE stößt auf zunehmenden Widerstand: Bis zum 27. Oktober hatten 33 der 63 Unternehmen, deren Aktien tokenisiert werden sollten, ihre Teilnahme abgelehnt; am 23. Oktober waren es noch 22. Auf der Liste stehen Adobe, AMD, IBM, Intel, Oracle, JPMorgan und Coca-Cola. Die Unternehmen haben ihre Entscheidungen nicht begründet, doch die Unsicherheit rund um den Handel rund um die Uhr könnte ein Grund zur Sorge sein. Als die Zahlen veröffentlicht wurden, lief die 30-tägige Widerspruchsfrist der SEC noch etwa eine Woche.
Die Einwände stellen OKXICEs geplante Handelsplattform für tokenisierte Wertpapiere infrage, dürften aber den umfassenderen Trend, traditionelle Vermögenswerte auf die Blockchain zu bringen, nicht unbedingt aufhalten. Robinhood nahm acht tokenisierte Aktien für internationale Kunden ins Angebot auf. CEO Vlad Tenev erklärte, eine Verfügbarkeit in den USA hänge von klareren regulatorischen Vorgaben ab. Unabhängig davon startete der Tokenisierungsdienst der DTCC mit 34 verfügbaren Wertpapieren und 20 Kunden, darunter JPMorgan und Citadel. Die Entwicklungen verdeutlichen sowohl die Bedenken der Emittenten als auch den Ausbau der institutionellen Infrastruktur für die Tokenisierung.
Neutral
Die unmittelbare Marktauswirkung dürfte neutral sein, da die Nachricht einen Rückschlag für einen Tokenisierungsvorschlag mit Anzeichen einer breiteren institutionellen Akzeptanz verbindet. Die 33 Absagen werfen Fragen zur Beteiligung der Emittenten, zur Verfügbarkeit von Produkten und zur Ausgestaltung der Regulierung auf. Kurzfristig könnte dies die Stimmung gegenüber tokenisierten Aktien und damit verbundenen Plattformen belasten, insbesondere wenn sich weitere Unternehmen zurückziehen, bevor die Frist der SEC abläuft.
Die Zahlen zeigen jedoch nicht, dass die Tokenisierung selbst aufgegeben wird. Robinhood bietet außerhalb der USA weiterhin tokenisierte Aktien an, und DTCC hat einen Dienst mit 34 verfügbaren Wertpapieren und 20 Kunden gestartet. Dieses institutionelle Engagement könnte das Vertrauen in die langfristige Entwicklung tokenisierter Vermögenswerte stärken, während Emittenten und Regulierungsbehörden weiterhin über Zustimmung, Anlegerschutz und Handelszeiten diskutieren.
Für Kryptohändler ist die Nachricht eher für das Narrativ rund um reale Vermögenswerte und die Infrastruktur digitaler Vermögenswerte relevant als für das unmittelbare Angebot oder die Nachfrage nach großen Kryptowährungen. Sie könnte bei tokenisierungsbezogenen Aktien oder Projekttoken für Volatilität sorgen, falls die Märkte die Absagen als regulatorischen Rückschlag interpretieren; Fortschritte bei DTCC oder klarere SEC-Regeln könnten den gegenteiligen Effekt haben. Der Artikel nennt keinen direkten Preistreiber für große Krypto-Assets, daher ist eine insgesamt neutrale Einschätzung angemessen.