On-Chain-Kryptooptionen brauchen Perp-Liquidität, um zu skalieren

On-Chain-Kryptooptionen sind nach wie vor ein kleiner Markt, obwohl sie Händlern ermöglichen, langfristige Markteinschätzungen auszudrücken, ohne dem Liquidationsrisiko gehebelter Perpetual-Kontrakte ausgesetzt zu sein. In den 30 Tagen bis zum 19. Oktober 2026 belief sich das Nominalvolumen von On-Chain-Optionen auf rund 4,9 Milliarden US-Dollar – etwa 0,8 % des Volumens dezentraler Perpetual-Futures. Im September erreichte das Volumen fast 5 Milliarden US-Dollar, doch ein großer Teil der Aktivitäten konzentrierte sich auf Derive. Zudem kann das Nominalvolumen die Nachfrage nach sehr günstigen Kontrakten, die weit aus dem Geld liegen, überzeichnen. Der Artikel argumentiert, dass die größte Hürde darin besteht, Optionsverkäufer zu gewinnen. Sie benötigen tiefe Märkte, um sich abzusichern, während herkömmliche Sicherheitenregeln zu viel Kapital binden können. Plattformen auf Basis der Infrastruktur von Perpetual-Futures könnten helfen, indem sie Verkäufern ermöglichen, im selben Konto abzusichern und Portfoliomargin zu nutzen. Hyperliquid wird als potenzieller Knotenpunkt für Liquidität und Vertrieb hervorgehoben, Derive als führende Options-Engine und Paradex als Handelsplatz für Blockgeschäfte. Hypercall will bestehende Market Maker auf Perpetual-Märkten zu Liquiditätsanbietern für Optionen machen. Die Liquidität ist weiterhin uneinheitlich. Die Preisstellung von Derive für BTC und ETH hat sich der von Deribit angenähert, doch bei vielen Optionen auf kleinere Token gibt es nur wenige oder gar keine Verkaufsaufträge. Der Artikel sieht langfristiges Potenzial bei Optionen auf neue Vermögenswerte, beim Rund-um-die-Uhr-Handel und bei integriertem Risikoschutz. Zugleich werden Prognosemärkte und binäre Produkte um die Nachfrage konkurrieren. Die zentrale Erkenntnis für Händler: Das Wachstum von Kryptooptionen kann auch Perpetual-Plattformen zugutekommen, da Optionsverkäufer regelmäßig Perpetual-Kontrakte zur Absicherung handeln.
Neutral
Der Artikel analysiert die Marktstruktur und das potenzielle Wachstum; er berichtet nicht über einen großen Start, einen Exploit oder eine regulatorische Änderung. Die Zahlen zeigen eine zunehmende Aktivität: Das Nominalvolumen von On-Chain-Optionen lag im September 2026 bei rund 5 Milliarden US-Dollar. Der Markt ist jedoch weiterhin klein und machte im genannten Zeitraum von 30 Tagen etwa 0,8 % des Volumens dezentraler Perpetual-Kontrakte aus. Diese Größenordnung ist für sich genommen kein starkes kurzfristiges Richtungssignal für BTC oder den Gesamtmarkt. Kurzfristig könnte die erhöhte Aufmerksamkeit Plattformen wie Hyperliquid, Derive und Paradex zugutekommen. Händler könnten das Optionsvolumen, das Open Interest, den Prämienumsatz und die Geld-Brief-Spannen beobachten. Anreize können das Nominalvolumen jedoch aufblähen, ohne eine nachhaltige Nachfrage zu belegen. Dünne Orderbücher bei kleineren Token können zudem Slippage und Volatilität erhöhen. Das Hedging mit Optionen kann auch zusätzliche Perpetual-Transaktionen auslösen, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die zugrunde liegenden Vermögenswerte netto gekauft werden. Langfristig könnten gemeinsame Marginsysteme und liquidere Perpetual-Märkte die Absicherungskosten senken, das Optionsangebot verbessern und neue Anwendungsfälle ermöglichen, darunter ein Rund-um-die-Uhr-Risikomanagement sowie das Risikomanagement tokenisierter Vermögenswerte. Ähnliche Erweiterungen im Derivatebereich kamen zunächst meist der Infrastruktur und den Handelsplätzen zugute; die breiteren Auswirkungen auf Vermögenspreise hängen von anhaltender Nutzernachfrage und Liquidität ab. Insgesamt ist die Markteinschätzung daher neutral: Die strukturelle Chance ist für die Derivateinfrastruktur positiv, doch die Belege für eine breite und dauerhafte Akzeptanz sind weiterhin begrenzt.