OneKey begrenzt die Aufbewahrungsdauer von Kundenbestelldaten auf 30 Tage
OneKey kündigt an, Kundendaten zu Bestellungen innerhalb von 30 Tagen aus den von dem Unternehmen kontrollierten Systemen zu löschen. Nach einem Datenleck beim ebenfalls auf Hardware-Wallets spezialisierten Hersteller Keystone verschärft OneKey seine Richtlinien zur Datenspeicherung. Das Unternehmen gibt an, dass die eigenen Systeme nicht betroffen waren und ältere Shopify-Bestelldatensätze mit Namen, E-Mail-Adressen und Versandangaben bereits entfernt wurden.
OneKey überprüft weitere Systeme und Tools von Drittanbietern und will seine Abhängigkeit von Shopify verringern, indem der Onlineshop auf eigene Server umzieht. Das Unternehmen weist darauf hin, dass Versandunternehmen Lieferdaten gemäß ihren eigenen Richtlinien aufbewahren können. Maskierte E-Mail-Adressen könnten für Produkt- und Sicherheitsupdates weiterhin gespeichert bleiben.
Keystone teilte mit, dass bei einem Angriff auf die Website Namen, Kontaktdaten, Lieferadressen und Kaufdaten einiger Käufer offengelegt wurden. Zahlungskartendaten, private Schlüssel, Seed-Phrasen und Wallet-Passwörter seien nicht betroffen gewesen. Die Vorfälle verdeutlichen die Risiken, Kundeninformationen länger als nötig zu speichern – selbst wenn die Zugangsdaten für Krypto-Wallets sicher bleiben.
Neutral
Die Nachricht hat keine direkten Auswirkungen auf die fundamentalen Faktoren, die Liquidität oder die Handelsbedingungen von Bitcoin oder anderen Krypto-Assets. Daher ist die wahrscheinliche Auswirkung auf den Markt neutral. OneKeys Begrenzung der Datenspeicherung auf 30 Tage ist eine Maßnahme zum Schutz der Privatsphäre und der Betriebssicherheit, keine Änderung der Wallet-Funktionen oder marktbewegende Protokollentwicklung.
Kurzfristig könnten der Sicherheitsvorfall bei Keystone und die Reaktion von OneKey die Aufmerksamkeit von Tradern und Kunden auf die Sicherheit von Hardware-Wallets und den Umgang mit personenbezogenen Daten lenken. Das könnte das Vertrauen in einzelne Wallet-Anbieter beeinflussen. Der Artikel berichtet jedoch nicht, dass private Schlüssel, Seed-Phrasen oder Wallet-Passwörter offengelegt wurden, und gibt keinen Hinweis auf eine umfassendere Kompromittierung. Es gibt daher kaum Anlass, mit einer erheblichen marktweiten Bewegung oder einer Veränderung der Marktstabilität zu rechnen.
Langfristig könnten kürzere Speicherfristen und eine geringere Abhängigkeit von Plattformen Dritter das Vertrauen der Nutzer stärken, sofern die Unternehmen diese Maßnahmen wirksam umsetzen. Weitere Sicherheitsvorfälle oder die Nichterfüllung von Zusagen zur Datenlöschung könnten dagegen das Vertrauen in die betroffenen Marken beeinträchtigen. Wie bei früheren Datenvorfällen im Kryptodienstleistungsbereich dürfte sich eine etwaige Reaktion eher auf die Einstellung der Kunden gegenüber den beteiligten Unternehmen konzentrieren als auf den BTC-Preis oder breitere Indikatoren des Kryptomarkts.