Palihapitiya warnt, dass Bitcoin gehackt werden könnte
Der Technologieinvestor Chamath Palihapitiya, der Bitcoin früh positiv gegenüberstand, sagt nun, dass das Aufwärtspotenzial von Bitcoin begrenzt sei und die Kryptowährung irgendwann gehackt werden könnte, wodurch ihr Kurs möglicherweise auf null fallen könnte. Seiner Ansicht nach könnte die Nachfrage begrenzt bleiben, wenn Zentralbanken nicht zu Käufern werden. Außerdem warnt er, dass offengelegte Eigentumsdaten Krypto-Besitzer gefährden könnten. Er äußerte auch Bedenken wegen KI-gestützter Angriffe auf die Kryptografie und der Schwierigkeit, den Wechsel zu quantensicherer Technologie zu koordinieren.
Palihapitiya sagte, er halte Bitcoin nicht mehr direkt, da er seine Coins gegen eine Beteiligung an der Digital Currency Group eingetauscht habe. Bitcoin notierte bei etwa 81.500 US-Dollar und lag damit rund 26 % unter dem Kurs des Vorjahres. Seine Äußerungen sind persönliche Bedenken und keine auf neuen Belegen beruhende Prognose, tragen aber zur Debatte über die Sicherheit von Bitcoin und seine langfristige Verbreitung bei.
Bearish
Die Äußerungen belasten die Stimmung, weil sie die langfristige Sicherheit von Bitcoin, dessen Verbreitungsaussichten und den potenziellen Käuferkreis infrage stellen. Kurzfristig könnten die Kommentare eines prominenten ehemaligen Bitcoin-Bullen den Verkaufsdruck oder die Volatilität erhöhen – insbesondere, da Bitcoin Berichten zufolge bereits etwa 26 % unter dem Niveau von vor einem Jahr liegt. Händler könnten Veränderungen bei der Spotnachfrage, dem Handelsvolumen, den Finanzierungssätzen und der allgemeinen Risikobereitschaft beobachten, um festzustellen, ob die Äußerungen tatsächlich zu veränderten Positionierungen führen.
Die unmittelbaren Auswirkungen auf den Markt könnten begrenzt sein: Palihapitiya nannte weder einen Zeitrahmen noch neue technische Belege, und die Warnung eines einzelnen Anlegers beweist nicht, dass die Kryptografie von Bitcoin geknackt wurde. Ähnliche Sicherheitsbedenken und Positionswechsel prominenter Anleger haben häufig die Stimmung stärker beeinflusst als die Fundamentaldaten des Netzwerks. Die Kursreaktion hängt davon ab, ob sie mit konkreten Exploits, regulatorischen Maßnahmen oder einer allgemeinen Marktbelastung zusammenfallen. Langfristig könnten glaubwürdige Fortschritte im Quantencomputing oder KI-gestützte Angriffe die Bedeutung von Sicherheitsupdates und der Zusammenarbeit unter Entwicklern erhöhen. Umgekehrt könnten Forschung und die Einführung wirksamer Schutzmaßnahmen diese Bedenken mindern. Insgesamt sind die Äußerungen für die Stimmung eher negativ, belegen jedoch weder eine unmittelbare Bedrohung für Bitcoin noch garantieren sie einen anhaltenden Kursrückgang.