Polygon verbrennt 100 Millionen POL, während das Angebot weiter wächst

Polygon hat mithilfe von Netzwerkgebühren 100 Millionen POL verbrannt – etwa 1 % des ursprünglichen Angebots. Weitere 22 Millionen POL wurden für einen künftigen Burn vorgesehen. Ein Termin für den nächsten Burn wurde nicht bekannt gegeben. Die Verringerung des Angebots hat bislang nicht zu einem klaren Kursanstieg geführt: Am 12. Oktober wurde POL bei etwa 0,103 US-Dollar gehandelt, gegenüber rund 0,12 US-Dollar Ende September. In den 30 Tagen bis zum 11. Oktober überstieg die Ausgabe von 17,45 Millionen POL die angesammelten Basisgebühren von 13,23 Millionen POL, die für den Burn vorgesehen waren. Dadurch kamen vor separat durchgeführten Burns etwa 4,22 Millionen POL hinzu. Polygon-Mitgründer Sandeep Nailwal sagte außerdem, dass der Open Money Stack des Unternehmens zwei Wochen in Folge ein auf ein Jahr hochgerechnetes Volumen von mehr als 1 Milliarde US-Dollar verarbeitet habe. Diese Aktivität führt jedoch nicht zwangsläufig zu Gebühren für das Polygon-Netzwerk oder zu einer direkten Nachfrage nach POL. Der Burn ist ein Mechanismus zur Verringerung des Angebots. Die fortlaufende Ausgabe und der unklare Zusammenhang zwischen Plattformvolumen und Token-Nachfrage könnten seine kurzfristige Kurswirkung jedoch begrenzen.
Neutral
Der Burn verringert das Angebot von POL und könnte die Stimmung langfristig stützen, insbesondere wenn wiederkehrende Netzwerkgebühren zu weiteren Burns führen. Er bewirkt jedoch keine unmittelbare Veränderung des Umlaufangebots, die für sich genommen groß genug wäre, um anhaltenden Preisdruck zu erzeugen; außerdem gibt es keinen angekündigten Zeitplan für den nächsten Burn. Aktuelle Zahlen zeigen zudem, dass die Emissionen die zum Verbrennen vorgesehenen Basisgebühren übersteigen, während POL von etwa 0,12 US-Dollar Ende September auf rund 0,103 US-Dollar am 12. Oktober gefallen ist. Das gemeldete annualisierte Volumen von Open Money Stack könnte auf Aktivitäten im Ökosystem hindeuten, doch aus den Zusammenfassungen geht nicht hervor, dass dieses Volumen Gebühren für Polygon oder eine direkte Nachfrage nach POL generiert. Händler könnten den Burn als positives Signal für die Tokenomics werten, doch Tokenemissionen, die Kursdynamik und die Unsicherheit hinsichtlich der Wertabschöpfung schwächen diese Unterstützung ab. Insgesamt deuten die gemeldeten Informationen auf einen neutralen Preiseffekt für POL hin und nicht auf einen eindeutig bullischen oder bärischen Katalysator.