Qubic stoppt das Netzwerk nach dem Diebstahl von 1,3 bis 1,4 Millionen Dollar aus einer Wallet
Qubic hat seine Layer-1-Blockchain gestoppt, nachdem Angreifer ein schwaches Verfahren zur Seed-Erzeugung in einigen älteren Wallets ausgenutzt und rund 2,94 Billionen QUBIC aus 1.404 Wallets gestohlen hatten. Der Diebstahl ereignete sich am 17. Oktober und war innerhalb von etwa 104 Minuten abgeschlossen. Der Wert der gestohlenen Token wird auf 1,3 bis 1,4 Millionen US-Dollar geschätzt. Qubic erklärte, betroffen seien bestimmte Wallets, die über Apple-Browser oder eine frühe iOS-App erstellt wurden. Das Unternehmen wies jedoch nicht auf eine allgemeine Schwachstelle in Apple-Geräten oder anderen Krypto-Wallets hin.
Qubic setzte das Netzwerk aus, um weitere Transfers einzuschränken. Als die Blockchain angehalten wurde, befanden sich etwa 87,1 % der gestohlenen Token noch on-chain; der an MEXC gesendete Anteil wurde eingefroren. Berichten zufolge setzten außerdem Börsen wie MEXC, Bitget und XT bestimmte QUBIC-Ein- oder Auszahlungen aus. XT stoppte auch KASPLEX-Transfers. Eingefrorene Gelder sind nicht zwangsläufig wiedererlangt, und Regelungen für eine Entschädigung sind noch offen. Qubic hat keinen Termin für den Neustart bekannt gegeben; Entscheidungen über die Wiederherstellung stehen noch aus und liegen bei den Netzwerkbetreibern, den sogenannten Computors.
Qubic veröffentlichte Wallet-Version 4.26.4 mit einem überarbeiteten Verfahren zur Erzeugung von Zufallszahlen. Ein Software-Update schützt alte Seed-Phrasen nicht. Nutzer potenziell betroffener Wallets müssen daher möglicherweise neue Wallets erstellen und ihre Vermögenswerte übertragen, sobald das Netzwerk wieder in Betrieb ist. Am 18. Oktober fiel QUBIC um etwa 10,42 %, da der Diebstahl und der Netzwerkausfall die Marktstimmung belasteten. Händler beobachten, ob das Netzwerk sicher wieder gestartet wird, ob betroffene Nutzer klarere Hinweise erhalten und welche Entscheidungen zur Wiedererlangung der Gelder oder zu einer Entschädigung getroffen werden.
Bearish
Der Vorfall ist ein direkter negativer Katalysator für QUBIC. Ein groß angelegter Wallet-Diebstahl, ein Stillstand der Blockchain und die Ungewissheit darüber, ob die gestohlenen Gelder zurückgeholt werden können, könnten das Vertrauen in den Token und sein Netzwerk untergraben. Der am 18. Oktober gemeldete Preisrückgang von 10,42 % spiegelt diesen unmittelbaren Druck wider. Kurzfristig könnten Händler vorsichtig bleiben; die Volatilität dürfte von Meldungen zum Neustart, zum Ausmaß der betroffenen Wallets und zu Beschränkungen an Börsen beeinflusst werden. Dauert der Stillstand an oder bleiben Rückholung und Entschädigung ungeklärt, könnte der Verkaufsdruck anhalten. Längerfristig könnten ein sicherer Neustart, wirksame Maßnahmen zur Behebung der Wallet-Sicherheitsprobleme und ein transparenter Umgang mit eingefrorenen Vermögenswerten dazu beitragen, das Vertrauen wiederherzustellen. Diese Entwicklungen sind jedoch noch nicht bestätigt. Insgesamt ist die kurzfristige Auswirkung auf den Preis negativ.