US-Arbeitsmarktbericht zeigt einen Zuwachs von 29.000 Stellen und verstärkt die Erwartungen an eine Zinssenkung der Fed
Der US-Arbeitsmarktbericht für September zeigte, dass die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft nur um 29.000 gestiegen ist. Das lag deutlich unter der Prognose von 89.000 und unter dem revidierten Anstieg von 133.000 im August. Der schwache Arbeitsmarktbericht signalisiert eine Abkühlung des Arbeitsmarktes, deutet bislang jedoch nicht auf eine starke Verschlechterung hin.
Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,2 %, während die breitere U6-Unterbeschäftigungsquote auf 7,6 % sank. Die Erwerbsquote erhöhte sich von 61,6 % auf 61,8 %. Auch die JOLTS-Daten und die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung zeigten, dass Einstellungen und Abgänge von Beschäftigten nahe dem Niveau vor der Pandemie blieben. Dies deutet eher auf begrenzte freie Kapazitäten am Arbeitsmarkt als auf einen schweren Abschwung hin.
Der Arbeitsmarktbericht hat die Erwartungen einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober gedämpft und könnte die Erwartungen künftiger Zinssenkungen stärken. Das könnte liquiditätssensitive Vermögenswerte wie Bitcoin unterstützen. Allerdings könnten ein schwächeres Wachstum, mögliche Arbeitsplatzverluste und eine geringere Risikobereitschaft die Volatilität erhöhen. Krypto-Händler sollten zur Bestätigung die Renditen von US-Staatsanleihen, den US-Dollar und die bevorstehenden Inflationsdaten beobachten. Der Arbeitsmarktbericht bleibt ein wichtiger Treiber der Bitcoin-Marktstimmung.
Neutral
Der Bericht ist für Bitcoin insgesamt neutral. Das sehr schwache Beschäftigungswachstum könnte die Erwartungen an Zinssenkungen durch die Federal Reserve erhöhen. Dies könnte die Renditen von US-Staatsanleihen senken, den US-Dollar schwächen und die Liquiditätsbedingungen für Bitcoin kurzfristig verbessern. Das könnte risikoreiche Vermögenswerte unterstützen.
Der Anstieg der offiziellen Arbeitslosenquote sowie Bedenken hinsichtlich eines langsameren Wirtschaftswachstums oder künftiger Stellenstreichungen könnten jedoch die Risikobereitschaft verringern. Der Rückgang der U6-Quote, die höhere Erwerbsbeteiligung und die relativ stabilen JOLTS- und Arbeitslosenantragsdaten deuten ebenfalls darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt abkühlt, anstatt zusammenzubrechen. Daher liefert der Bericht kein eindeutiges Richtungssignal.
Bitcoin könnte kurzfristig volatil sein, während Händler ihre Positionen im Hinblick auf die Fed-Politik, Anleiherenditen und den Dollar anpassen. Langfristig wird die Wirkung davon abhängen, ob spätere Inflations- und Beschäftigungsdaten einen Weg zu Zinssenkungen bestätigen oder stattdessen auf anhaltende Inflation und ein schwächeres Wachstum hindeuten. Händler sollten den Bericht daher eher als Katalysator für makroökonomische Volatilität und nicht als klares Kauf- oder Verkaufssignal betrachten.