Steigende Renditen von US-Staatsanleihen machen Anleihen wieder wettbewerbsfähig

Evolve Private Wealth erklärt, dass die steigenden Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen eine stärkere Kapitalnachfrage und einen Wandel bei den Anleihekäufern widerspiegeln – und nicht einen plötzlichen Vertrauensverlust in Staatsschulden. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg im Jahr bis zum 30. September 2026 von 4,15 % auf 5,29 %, während die inflationsbereinigte Rendite von 1,80 % auf 2,93 % zunahm. Die Inflationserwartungen blieben mit etwa 2,36 % nahezu unverändert. Das deutet darauf hin, dass vor allem höhere Realzinsen – und nicht Inflationsängste – den Anstieg verursachten. Das kräftige US-Wachstum, ein annualisierter Anstieg der Unternehmensinvestitionen um 9 % im zweiten Quartal und hohe Ausgaben für KI-Rechenzentren erhöhen den Kreditbedarf. Gleichzeitig bauen Zentralbanken ihre Bestände an US-Staatsanleihen ab, und private Anleger verlangen höhere Renditen. Nach Ansicht des Unternehmens macht das Anleihen attraktiver: Zehnjährige inflationsgeschützte US-Staatsanleihen bieten eine reale Rendite von annähernd 3 %, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bei etwa 5,29 % liegt. Das Unternehmen bevorzugt US-Staatsanleihen mit mittlerer Laufzeit und kurzfristige Kommunalanleihen. Bei Unternehmensanleihen ist es vorsichtig, da deren Renditeaufschlag gegenüber US-Staatsanleihen gering ist. Für Kryptohändler können höhere Realzinsen die Opportunitätskosten für das Halten unverzinslicher Anlagen erhöhen und die Risikobereitschaft dämpfen, auch wenn der Artikel Kryptowährungen nicht direkt behandelt.
Bearish
In dem Artikel geht es nicht um Kryptowährungen, daher sind die Auswirkungen auf den Markt indirekt. Die zentrale Erkenntnis lautet, dass die Renditen von US-Staatsanleihen hauptsächlich wegen gestiegener Realrenditen zunahmen: Die reale Rendite zehnjähriger Anleihen erreichte 2,93 %, während die erwartete Inflation bei etwa 2,36 % blieb. Höhere Realrenditen machen Staatsanleihen im Vergleich zu nicht verzinslichen Anlagen wie Bitcoin attraktiver und können die Finanzierungskosten für gehebelte Positionen erhöhen. Das könnte die Kryptopreise kurzfristig unter Druck setzen, insbesondere wenn Händler ihr Engagement in Risikoanlagen verringern oder die Renditen und der US-Dollar weiter steigen. Das erinnert an frühere Phasen strafferer Finanzierungsbedingungen, in denen steigende Realzinsen und die Erwartung einer restriktiven Geldpolitik häufig spekulative Anlagen, darunter Kryptowährungen, belasteten. Der Artikel verweist außerdem auf starkes Wachstum und eine KI-bedingte Kreditnachfrage – Faktoren, die die Renditen hoch halten könnten. Er beschreibt jedoch keinen spezifischen Schock für den Kryptomarkt. Zudem könnten die Renditen bei nachlassendem Wachstum sinken und dadurch Risikoanlagen möglicherweise stützen. Die pessimistische Einschätzung stellt daher einen makroökonomischen Gegenwind dar und ist keine Prognose eines anhaltenden Rückgangs bei Kryptowährungen. Die längerfristige Richtung hängt von der Entwicklung der Realrenditen, der Fed-Politik, der Stärke des US-Dollars, der Liquidität und kryptospezifischen Kapitalströmen ab.