Bei Aktien-Token auf Robinhood Chain finden 59 % des Handels außerhalb der US-Börsenzeiten statt
Laut dem Krypto-Forscher Tom Wan verzeichnete Robinhood Chain zwischen dem 24. September und dem 23. Oktober ein Handelsvolumen von 3,68 Milliarden US-Dollar an dezentralen Börsen mit tokenisierten Aktien. Rund 59 % dieser Aktivitäten fanden außerhalb der regulären Handelszeiten des US-Aktienmarkts statt.
Der Handel während der regulären Sitzung belief sich auf 1,5 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 41 % des Gesamtvolumens. Die übrigen Aktivitäten umfassten 677 Millionen US-Dollar im vorbörslichen Handel, 608 Millionen US-Dollar über Nacht, 532 Millionen US-Dollar an Wochenenden und 363 Millionen US-Dollar nach Börsenschluss. Die Zahlen verdeutlichen die Rolle von Robinhood Chain dabei, Zugang zu tokenisierten Aktien außerhalb der üblichen Marktzeiten zu ermöglichen.
Nasdaq und NYSE Arca planen, ab dem 6. Dezember an fünf Tagen pro Woche jeweils 23 Stunden Handel anzubieten. Diese Änderung könnte einen Teil der Nachfrage nach nächtlichem Zugang bedienen, würde aber keinen Wochenendhandel ermöglichen. Wan sagte, dass die Verfügbarkeit an Wochenenden ein besonderes Merkmal von On-Chain-Märkten bleibe.
Neutral
Die Daten deuten auf eine Nachfrage nach dem Handel mit tokenisierten Aktien außerhalb der regulären US-Marktzeiten hin, belegen jedoch keinen direkten Auslöser für die breitere Entwicklung der Kryptowährungspreise. Das gemeldete Handelsvolumen kann die Argumente für den Nutzen von Robinhood Chain und für den On-Chain-Zugang zu traditionellen Vermögenswerten stützen, insbesondere an Wochenenden. Ein einzelner Monat mit Handelsaktivität zeigt jedoch nicht, ob die Nachfrage dauerhaft, rentabel oder groß genug ist, um den Gesamtmarkt zu beeinflussen.
Kurzfristig könnte sich die Aufmerksamkeit auf die Aktivität bei Robinhood Chain und den Wettbewerbsvorteil des On-Chain-Zugangs am Wochenende gegenüber traditionellen Handelsplätzen richten. Die geplanten Handelszeiten von 23 Stunden täglich an fünf Tagen pro Woche bei Nasdaq und NYSE Arca könnten für einige Nutzer den Reiz des nächtlichen On-Chain-Handels mindern, während die Lücke am Wochenende bestehen bleibt. Händler könnten Handelsvolumen tokenisierter Aktien, Liquidität, Spreads sowie Änderungen bei Zugangs- oder Abwicklungsregeln beobachten.
Langfristig könnten verlängerte Handelszeiten an traditionellen Märkten den Wettbewerb verschärfen und On-Chain-Plattformen dazu bewegen, sich durch durchgehende Verfügbarkeit und Abwicklung abzuheben. Wie andere Maßnahmen zur Ausweitung des Handelszugangs – etwa das Wachstum des Aktienhandels außerhalb der regulären Handelszeiten – kann eine größere Verfügbarkeit zwar zusätzliche Aktivität anziehen, garantiert aber für sich genommen weder eine nachhaltige Nutzung noch Kurssteigerungen. Der Artikel berichtet von keiner Veränderung der Preise von Krypto-Assets, der Liquidität oder der Marktstabilität. Daher ist eine neutrale Gesamtbewertung am angemessensten.