Solana ist überverkauft, während der Binance-Hack das Risiko von Ether-Verkäufen erhöht

Der RSI von Solana hat die überverkaufte Schwelle von 30 erreicht, während der RSI von Ether bei etwa 34 liegt. Händler wägen mögliche Erholungschancen gegen die Risiken des gemeldeten Binance-Hacks ab. Das FBI machte die nordkoreanische Gruppe TraderTraitor für den Diebstahl von rund 6,4 Milliarden US-Dollar verantwortlich und forderte Kryptodienste auf, Hunderte damit verbundene Wallets zu sperren. Mehr als 600 markierte Adressen befinden sich auf Ethereum, auf Solana dagegen nur eine. Ermittler zufolge werden die gestohlenen Gelder hauptsächlich in Ether umgeschichtet, um sie über Swaps, Bridges und DeFi-Dienste zu waschen. Stablecoin-Emittenten haben mehr als 2,4 Milliarden US-Dollar eingefroren. Binance zufolge wurden 90 Prozent der fehlenden Kryptowährungen ersetzt; Auszahlungen sollen am Sonntag, dem 1. November, wieder aufgenommen werden. Ether notierte bei etwa 2.270 US-Dollar und damit unter seinem 50- und 200-Tage-Durchschnitt. Der Widerstand liegt bei rund 2.360 US-Dollar, die Unterstützung nahe 1.940 US-Dollar. Solana wurde bei etwa 95,55 US-Dollar gehandelt und lag ebenfalls unter beiden Durchschnitten. Die erste Hürde für eine Erholung liegt bei rund 100 US-Dollar, die Unterstützung bei etwa 77,84 US-Dollar. Der Artikel hält es für wahrscheinlicher, dass Solana zuerst wieder anzieht, da der Coin überverkauft ist und den gestohlenen Geldern weniger direkt ausgesetzt ist. Weitere Ether-Verkäufe könnten jedoch den gesamten Kryptomarkt belasten.
Bearish
Die Gesamtauswirkung auf kurze Sicht ist bearish, da der gemeldete Diebstahl für Unsicherheit und ein mögliches Überangebot sorgt, insbesondere bei Ether. Das FBI erklärt, dass sich die meisten markierten Wallets auf Ethereum befinden, und dem Artikel zufolge werden die gestohlenen Vermögenswerte hauptsächlich in ETH verschoben. Wenn die Angreifer diese Mittel während der Geldwäsche verkaufen oder tauschen, könnte das zusätzliche Angebot ETH unter Druck setzen und über die allgemeine Marktstimmung und Handelskorrelationen auch andere Kryptowährungen belasten. Das ähnelt früheren Börsen-Hacks und groß angelegten Liquidationen: Selbst wenn einige Vermögenswerte eingefroren oder zurückgewonnen werden, kann die Unsicherheit über die verbleibenden Mittel Händler dazu veranlassen, ihr Risiko zu reduzieren, bis die Wallet-Flüsse und der Betrieb der Börsen klarer sind. Die Preisindikatoren im Artikel sprechen ebenfalls für Vorsicht. ETH liegt unter seinen gleitenden 50- und 200-Tage-Durchschnitten; der RSI ist schwach, aber noch nicht überverkauft, und der MACD liegt weiterhin unter seiner Signallinie. Auch SOL liegt unter beiden gleitenden Durchschnitten, und sein MACD hat noch nicht gedreht, obwohl ein RSI von 30 darauf hindeutet, dass die Verkäufe möglicherweise überzogen sind. Damit ist eine kurzfristige Erholung bei Solana denkbar, aber noch nicht bestätigt. Die genannten Marken sind wichtig: ETH stößt auf einen Widerstand nahe 2.360 US-Dollar und hat Unterstützung bei etwa 1.940 US-Dollar; die erste Hürde für SOL liegt bei rund 100 US-Dollar, die Unterstützung bei etwa 77,84 US-Dollar. Eine reibungslose Wiederaufnahme von Auszahlungen bei Binance und nachlassende Geldwäscheflüsse könnten den Druck mindern und eine Erholungsrally stützen. Eine erneute Verteilung von Geldern aus Wallets oder weitere Verkäufe könnten die Verluste dagegen vertiefen. Langfristig hängt die Wirkung davon ab, wie viel der gestohlenen Kryptowährungen eingefroren, zurückgewonnen oder verkauft wird und ob der Vorfall zu stärkeren Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollen führt. Die Einstufung als bearish spiegelt die unmittelbare Unsicherheit und das Risiko von Verkaufsdruck wider, nicht die Gewissheit eines anhaltenden Marktrückgangs.