Südkorea blockiert 27 nicht registrierte Kryptoplattformen
Südkorea hat den inländischen Zugriff auf 27 Websites blockiert oder eingestellt, die mit nicht registrierten ausländischen Kryptoplattformen in Verbindung stehen, und verschärft damit seine Kryptoregulierung. Die Financial Intelligence Unit (FIU) teilte mit, die Maßnahmen seien nach Prüfungen am 6. und 7. Oktober erfolgt. Zu den betroffenen Plattformen zählten KuCoin, MEXC, BitMart, BingX, Phemex, XT.com, Bitrue, CoinW und BTCC. Bereits zuvor waren auch ihre Apps bei Google Play und im App Store von Apple Beschränkungen unterworfen worden.
Ausländische Börsen müssen sich möglicherweise bei der FIU registrieren, wenn sie südkoreanische Kunden ansprechen, etwa durch koreanischsprachige Dienste oder Zahlungen in Won. Zu den Anforderungen gehört eine Zertifizierung des Informationssicherheits-Managementsystems. Nicht registrierten Betreibern drohen bis zu fünf Jahre Haft oder Geldstrafen von bis zu 50 Millionen Won. Die FIU hat 44 Anbieter an Ermittler verwiesen und davor gewarnt, dass es schwierig sein könnte, auf nicht zugelassenen Plattformen verwahrte Gelder zurückzuerhalten. Sie wird alternative Domains überwachen, während DAXA Hinweise zu Auszahlungen bereitstellen wird. Die Maßnahmen zur Kryptoregulierung könnten den Zugang für Nutzer in Südkorea beeinträchtigen; Auswirkungen auf den Gesamtmarkt wurden jedoch nicht gemeldet.
Neutral
Die Einschränkungen betreffen in erster Linie den Zugang von Kunden in Südkorea zu bestimmten Plattformen; in keiner der Zusammenfassungen wird eine direkte Änderung des Preises oder der Fundamentaldaten einer bestimmten Kryptowährung berichtet. Kurzfristig könnten betroffene Nutzer Gelder oder Handelsaktivitäten zu registrierten Börsen verlagern, und Bedenken hinsichtlich des Zugangs zu Auszahlungen könnten lokal zu Störungen führen. Solche Bewegungen könnten die Liquidität einzelner Plattformen beeinflussen, doch gibt es hier keine Hinweise auf eine umfassende Marktreaktion. Längerfristig könnten strengere Registrierungs- und Durchsetzungsvorschriften die Compliance-Kosten erhöhen und den Zugang zu lokalen Börsen verändern, während die wahrscheinlichen Auswirkungen auf die Kryptopreise insgesamt begrenzt bleiben. Die Gesamtauswirkung auf die Preise der besprochenen Kryptowährungen ist daher neutral.