Südkorea weitet tokenisierte Wertpapiere auf Aktien, Anleihen und Fonds aus

Südkorea plant, tokenisierte Wertpapiere durch vorgeschlagene Änderungen des Gesetzes über elektronische Wertpapiere und des Kapitalmarktgesetzes auf traditionelle Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen und Fonds auszuweiten. Die Kommission für Finanzdienstleistungen bittet bis zum 11. November 2026 um Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit. Die überarbeiteten Vorschriften sollen am 4. Februar 2027 in Kraft treten. Die Einführung soll schrittweise erfolgen. In der ersten Phase dürften privat platzierte Geldmarktfonds für institutionelle Anleger, private Anleihen, treuhänderisch gehaltene nicht börsennotierte Aktien sowie anteilige Anlagewertpapiere erfasst werden. Dazu gehört auch ein Pilotprojekt mit öffentlichen Wertpapieren. Öffentliche Anleihen und Fonds für Kleinanleger könnten hinzukommen, nachdem die Aufsichtsbehörden den anfänglichen Marktbetrieb und die Nachfrage bewertet haben. Die Vorschläge sehen außerdem für Kleinanleger eine jährliche Nettokaufgrenze von 100 Millionen Won je OTC-Plattform vor. Nichtfinanzielle Unternehmen könnten Anlegerkonten direkt verwalten, sofern sie die Anforderungen erfüllen, darunter ein Eigenkapital von mindestens 4 Milliarden Won. Die Reformen könnten Südkoreas regulierten Markt für tokenisierte Wertpapiere vergrößern und den Zugang zu Anlagen erweitern. Der stufenweise Ansatz und die Beschränkungen für Kleinanleger bedeuten jedoch, dass eine breitere Beteiligung von der Marktprüfung und der Umsetzung abhängen wird. Die Änderungen betreffen die Wertpapierregulierung und sind kein unmittelbarer Preistreiber für eine bestimmte Kryptowährung.
Neutral
Die Vorschläge könnten die langfristige Entwicklung einer regulierten Infrastruktur für digitale Vermögenswerte in Südkorea unterstützen. Sie betreffen jedoch tokenisierte Wertpapiere und keine bestimmte Kryptowährung. Eine direkte Veränderung der Kryptonachfrage, des Nutzens von Token oder des Handelszugangs wird nicht beschrieben. Daher lässt sich keine eindeutige Kurswirkung auf eine einzelne Kryptowährung ableiten. Kurzfristig könnten Händler die regulatorischen Konsultationen und die Einzelheiten der Umsetzung beobachten. Der stufenweise Zeitplan und künftige Überprüfungen dürften jedoch eine unmittelbare Marktreaktion eher begrenzen. Langfristig könnte die Tokenisierung die Verbindungen zwischen dem traditionellen Finanzwesen und blockchainbasierten Systemen stärken. Ein möglicher Vorteil für Kryptokurse wäre indirekt und hinge von der Akzeptanz, den Infrastrukturentscheidungen sowie davon ab, ob öffentliche Blockchains oder Krypto-Vermögenswerte genutzt werden.