S&P 500 steigt, nachdem die Fed eine mögliche Zinserhöhung im Dezember signalisiert
Der S&P 500 stieg am Mittwoch um 0,28 % und verzeichnete damit den dritten Tagesgewinn in Folge, nachdem die Federal Reserve ihren Leitzins bei 3,75 %–4,00 % belassen hatte. Der Nasdaq legte um 0,27 % zu, der Dow um 0,19 %.
Die Abstimmung der Fed fiel mit 10 zu 2 Stimmen aus und war nicht einstimmig. Lisa Cook und Beth Hammack sprachen sich für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte aus. Die Zentralbank bezeichnete das Wirtschaftswachstum als „stark“, erklärte jedoch, die Inflation sei weiterhin „erhöht“. Händler kalkulierten mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 85 % für eine Zinserhöhung im Dezember, und die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg über 5 %.
Technologie- und Energieaktien führten die Gewinne an, während Immobilien- und Versorgerwerte zurückblieben. Die anstehenden Geschäftszahlen von Alphabet und Microsoft, insbesondere die Ergebnisse im Cloud-Geschäft, könnten den S&P 500 und den Nasdaq beeinflussen. Für die Märkte könnten die Aussicht auf höhere Zinsen und hohe Renditen von US-Staatsanleihen risikoreiche Anlagen, darunter Kryptowährungen, belasten. Wirtschaftsdaten und die Ergebnisse großer Technologieunternehmen könnten die Zinserwartungen hingegen verändern.
Bearish
Die Nachrichten sind für Kryptowährungen leicht bearish, da sie auf eine Straffung der finanziellen Bedingungen statt auf einen unmittelbar bevorstehenden Lockerungszyklus hindeuten. Obwohl der S&P 500 zum dritten Mal in Folge zulegte, machte die 10:2-Entscheidung der Fed deutlich, dass es eine erhebliche Unterstützung für eine Zinserhöhung gibt. Die Märkte bezifferten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember auf rund 85 %, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen über 5 % stieg. Höhere Renditen können Bargeld und Staatsanleihen gegenüber nicht verzinslichen Vermögenswerten wie Bitcoin attraktiver machen und die für spekulative Positionen verfügbare Liquidität verringern.
Kurzfristig könnten Krypto-Händler auf Bewegungen der US-Staatsanleiherenditen, Zinserwartungen und anstehende Inflationsdaten reagieren. Ein hoher Inflationswert oder weitere restriktive Signale der Fed könnten die Volatilität erhöhen und BTC, ETH sowie andere risikosensitive Token belasten. Umgekehrt könnten schwächere Daten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung senken und eine Erholungsrally stützen. Der Artikel nennt keine konkrete Kursbewegung bei Kryptowährungen; die Auswirkungen sind daher makroökonomisch bedingt und kein Beleg für unmittelbare Verkäufe.
Die Reaktion des Gesamtmarkts ist gemischt: Aktien legten zu und Technologiewerte führten die Gewinne an. Das zeigt, dass Anleger sich nicht generell von risikoreichen Anlagen abgewandt haben. Auch die anstehenden Geschäftszahlen von Alphabet und Microsoft könnten die Stimmung gegenüber Technologie- und Wachstumswerten beeinflussen. Längerfristig wären anhaltende Inflation und hohe Renditen generell Gegenwind für die Liquidität und Bewertungen von Kryptowährungen; eine Rückkehr zu Zinssenkungen könnte diesen Druck umkehren. Im Vergleich zu früheren Phasen einer hawkishen Neubewertung sind vor allem die US-Staatsanleiherenditen, die Stärke des Dollars, die Inflationsdaten und die Frage zu beobachten, ob die Märkte weiterhin mit einer strafferen Geldpolitik rechnen. Insgesamt überwiegen die Abwärtsrisiken, doch die weitere Entwicklung hängt von den kommenden Daten und der Kommunikation der Fed ab.