Das Stellar-Netzwerk verarbeitet 7,02 Millionen Zahlungen pro Sekunde – gebührenfrei

Stellar zufolge verarbeitete das neue gebührenfreie Netzwerk in einem internen Benchmark 7,02 Millionen Zahlungen pro Sekunde. Beim Test kamen acht Maschinen zum Einsatz, die als ein einzelner Validator arbeiteten, statt mehrerer unabhängiger Validatoren. Die Ergebnisse wurden nicht zur unabhängigen Prüfung veröffentlicht. Die Stellar Foundation hat noch nicht entschieden, wie das Netzwerk mit der bestehenden Blockchain verbunden werden soll. Zum Vergleich: Stellars Mainnet verarbeitete am 23. Oktober 2026 rund 14,16 Millionen Transaktionen – durchschnittlich etwa 164 pro Sekunde. Bei den jüngsten Nutzungsspitzen lagen die bestehenden Gebühren bei rund 0,00012 US-Dollar. Außerdem erreichten die vierteljährlichen Stablecoin-Transfers im Netzwerk 25,1 Milliarden US-Dollar. Tokenisierte Vermögenswerte aus der realen Welt wurden Berichten zufolge mit 3,4 bis 4,1 Milliarden US-Dollar bewertet. Für XLM-Händler und Stellar-Entwickler deutet der Benchmark auf ein mögliches Potenzial für Zahlungen mit hohem Volumen hin, doch die Bedeutung für den Markt bleibt unklar. Eine Überprüfung durch unabhängige Validatoren, ein öffentlicher Benchmark und Einzelheiten dazu, wie ein gebührenfreies System Spam und Netzwerkkosten bewältigen würde, sind wichtige offene Fragen. Das endgültige Verhältnis zwischen dem neuen Netzwerk und Stellars Mainnet wird bestimmen, ob das bestehende Ökosystem von den Vorteilen profitiert.
Neutral
Die Ankündigung könnte für Stellars Technologie und Zahlungsanwendungen positiv sein, liefert aber bislang keinen klaren Katalysator für XLM. Die Zahl von 7,02 Millionen Zahlungen pro Sekunde stammt aus einem internen Test mit acht Maschinen innerhalb eines einzelnen Validators. Sie ist kein Maß für den Durchsatz eines dezentralen Netzwerks und kann von externen Analysten derzeit nicht überprüft werden. Die Stiftung hat zudem nicht erklärt, ob das neue System in das Mainnet integriert wird oder separat betrieben werden soll. Kurzfristig könnten Händler auf die Schlagzeile mit Interesse reagieren. Das Fehlen einer unabhängigen Validierung und konkreter Angaben zur Umsetzung könnte jedoch anhaltende Käufe begrenzen oder die Volatilität erhöhen, falls die Erwartungen den Belegen vorauseilen. Die Ankündigung allein belegt nicht, dass die Nachfrage nach XLM, die Netzwerkgebühren oder der Tokenwert steigen werden. Die gemeldete Aktivität und das Stablecoin-Volumen des bestehenden Mainnets bieten einen nützlichen Kontext, beweisen aber nicht, dass das neue Netzwerk den Wert von XLM steigern wird. Langfristig hängt die Wirkung von der Architektur und der Akzeptanz ab. Wird das System mit unabhängigen Validatoren getestet, erweist es sich unter realen Bedingungen als zuverlässig und wird sinnvoll mit dem Stellar-Ökosystem verbunden, könnte es die Attraktivität des Netzwerks für Zahlungen mit hohem Volumen und institutionelle Anwendungen stärken. Bleibt es dagegen separat oder fehlt gebührenfreien Transaktionen ein klarer Mechanismus, um Spam einzudämmen und Betriebskosten zu decken, könnten die Vorteile für Mainnet und XLM begrenzt bleiben. Wie bei anderen Ankündigungen zur Blockchain-Leistung werden Händler vermutlich öffentliche Benchmarks, Meilensteine bei der Einführung und tatsächliche Nutzeraktivität abwarten, bevor sie die Schlagzeile als dauerhaftes Marktsignal werten. Insgesamt ist die Chance beachtlich, doch die Unsicherheit spricht für eine neutrale Einschätzung.