Von Binance gestohlene SOL erreichen die Hot Wallet von HitBTC

Rund 3.600 SOL, die von Binance gestohlen wurden, erreichten am 3. November um 16:51 Uhr Pekinger Zeit eine Hot Wallet von HitBTC, wie das Blockchain-Überwachungsunternehmen Salus mitteilte. Die von Binance gestohlenen SOL wurden mithilfe automatisierter Skripte und eines sogenannten Peeling-Chain-Musters über mehrere Wege geleitet; ein späterer Bericht erwähnte zudem Transfers zwischen verschiedenen Blockchains. Salus wies darauf hin, dass HitBTC bereits in Transaktionswegen im Zusammenhang mit anderen großen Kryptodiebstählen aufgetaucht ist. Das Unternehmen schätzte, dass bis Juli illegale Gelder in Höhe von rund 22 Millionen US-Dollar zu HitBTC geflossen waren, darunter mindestens 3,68 Millionen US-Dollar, die im Zusammenhang mit einem nordkoreanischen Geldwäschenetzwerk beim Bybit-Hack standen. Laut Salus erhielt das Unternehmen auf Kooperationsanfragen nur wenige Rückmeldungen. Gestohlene Gelder werden häufig über Soforttauschdienste, kleinere Börsen und außerbörsliche OTC-Handelsplätze weitergeleitet. Aus den Berichten geht nicht hervor, ob HitBTC die SOL eingefroren hat oder ob ein Teil davon verkauft wurde. Der Transfer wirft Fragen zur Sicherheit und Einhaltung von Vorschriften auf, direkte Auswirkungen auf den Markt wurden jedoch nicht gemeldet.
Neutral
Die Übertragung gestohlener SOL auf eine Wallet einer Börse ist ein Sicherheits- und Compliance-Thema. Keiner der Berichte bestätigt jedoch einen Verkauf, eine Sperrung oder eine daraus resultierende Veränderung des umlaufenden SOL-Angebots. Daher scheint die direkte Auswirkung auf den SOL-Preis begrenzt zu sein, was eine neutrale Einstufung stützt. Kurzfristig könnten Händler auf Maßnahmen der Börse, weitere Wallet-Bewegungen oder Anzeichen für einen Verkauf der Mittel achten; ein bestätigter Verkauf könnte vorübergehend den Angebotsdruck erhöhen. Längerfristig könnte der Vorfall die Aufmerksamkeit erneut auf die Sicherheit im Solana-Umfeld und die Compliance von Börsen lenken. Ohne Hinweise auf ein umfassenderes Netzwerkproblem oder anhaltende Verkäufe lässt sich daraus allein jedoch keine dauerhafte Richtung für die SOL-Preise ableiten.