Berichten zufolge erhält Zcash Gelder, die mit drei Vorfällen im Kryptobereich in Verbindung stehen
On-Chain-Ermittler sagen, dass Gelder, die bei drei Sicherheitsvorfällen im Kryptobereich mutmaßlich gestohlen wurden, in Zcash (ZEC) verschoben worden seien, eine auf Privatsphäre ausgerichtete Kryptowährung. Specter berichtete am 17. Oktober, dass Gelder im Zusammenhang mit dem Cryptobills-Ledger-Vorfall und einem 12 Millionen US-Dollar schweren Exploit bei Triple-A in Zcash gelangt seien. Eine vollständige Transaktionsspur legte Specter jedoch nicht vor und bestätigte auch nicht, welche Beträge übertragen wurden.
Der Bericht folgt auf den Bitget-Sicherheitsvorfall vom 24. September. ZachXBT hatte zuvor rund 2.700 ZEC, die damals etwa 3,8 Millionen US-Dollar wert waren, bis zum geschützten Ironwood-Pool von Zcash zurückverfolgt. Bitget bezifferte den Gesamtschaden auf etwa 387,5 Millionen US-Dollar, erklärte, seine Cold Wallets und privaten Schlüssel seien nicht kompromittiert worden, und sagte zu, den Verlust zu decken. Die Summe von 387,5 Millionen US-Dollar bezieht sich auf den gesamten Sicherheitsvorfall und nicht auf Gelder, deren Übertragung zu Zcash bestätigt wurde.
Die geschützten Pools von Zcash können Transaktionsdetails verschleiern und dadurch die Nachverfolgung von Vermögenswerten erschweren, sobald diese ins Netzwerk gelangt sind. Die Berichte belegen keine neue Protokollschwachstelle, und die Einzelheiten zu den Transfers von Cryptobills Ledger und Triple-A sind weiterhin unvollständig. Für Händler könnte die Aktivität die Aufmerksamkeit auf Privacy Coins verstärken; eine direkte Auswirkung auf den ZEC-Kurs oder die Stabilität des Gesamtmarkts ist jedoch nicht bestätigt.
Neutral
Die Berichte beschreiben mutmaßliche Geldtransfers, keine bestätigte Veränderung der Technologie, Sicherheit oder Verbreitung von Zcash. Kurzfristig könnten die Vorwürfe die Aufmerksamkeit auf ZEC und Privacy-Coins lenken und bei Händlern, die eine stärkere regulatorische Prüfung oder eine Verbindung zu illegalen Geldern befürchten, für größere Vorsicht sorgen. Die gemeldeten Überweisungen sind jedoch nicht vollständig dokumentiert, und keine der beiden Zusammenfassungen weist auf eine unmittelbare Kursreaktion oder eine messbare Auswirkung auf die Marktstabilität von ZEC hin. Längerfristig könnten weitere bestätigte Belege oder regulatorische Maßnahmen die Stimmung gegenüber datenschutzorientierten Vermögenswerten beeinflussen; eine klarere Nachverfolgung oder Ergebnisse von Durchsetzungsmaßnahmen könnten zugleich die Unsicherheit verringern. Auf Grundlage der verfügbaren Informationen gibt es keine verlässliche Basis für die Annahme, dass sich dies nachhaltig positiv oder negativ auf ZEC auswirkt.