Der Börsengang von Strive SATS bringt 630 Millionen US-Dollar ein, doch ein Bitcoin-Kauf ist ungewiss

Das Bitcoin-Treasury-Unternehmen Strive hat den Handel seiner Vorzugsaktien SATS an der Nasdaq aufgenommen, nachdem es mit einem aufgestockten Börsengang 630 Millionen US-Dollar eingesammelt hatte. Es verkaufte 7 Millionen Aktien zu je 90 US-Dollar. SATS bietet eine jährliche Dividende von 15 Prozent auf einen Nennwert von 100 US-Dollar. Beim IPO-Preis entspricht das einer Rendite von 16,67 Prozent. Die Zahlungen erfolgen an jedem Geschäftstag. Strives bestehendes Produkt SATA hat eine variable Dividende. Strive erwartet nach Abzug der Kosten einen Nettoerlös von rund 608,15 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen erklärt, die Mittel könnten verschiedenen Zwecken dienen, darunter dem Kauf von Bitcoin und ertragsgenerierenden Vermögenswerten. Wie viel davon für BTC vorgesehen ist, hat es jedoch nicht offengelegt. Bei einem hypothetischen BTC-Preis von 82.500 US-Dollar könnte der Nettoerlös etwa 7.372 BTC kaufen. Würde der gesamte Betrag in Bitcoin investiert, könnte Strives gemeldeter Bestand von 36.818 BTC auf rund 44.190 BTC steigen und damit möglicherweise den Bestand von Metaplanet übertreffen. Das ist jedoch lediglich ein Szenario und kein bestätigter Kaufplan. Strive hat separat mitgeteilt, zwischen dem 12. und 16. Oktober 4.045 BTC gekauft zu haben. In dem Bericht wird das Unternehmen als viertgrößter Bitcoin-Halter unter den Unternehmen bezeichnet. Strive zufolge hat es weder Schulden noch Anleihen, Kreditlinien oder gehebelte Positionen. Die Stammaktie ASST legte am Dienstag um 4 Prozent zu. Händler werden künftige Mitteilungen zu Bitcoin-Käufen und SEC-Einreichungen verfolgen, um herauszufinden, welcher Anteil des IPO-Kapitals in den Ausbau der BTC-Bestände fließt.
Bullish
Die Nachricht ist leicht positiv für BTC, da Strive beträchtliches Kapital aufgenommen und erklärt hat, einen Teil der Erlöse für Bitcoin-Käufe verwenden zu wollen. Der jüngste Erwerb von 4.045 BTC und der bereits große Bestand des Unternehmens verstärken die Möglichkeit einer anhaltenden Nachfrage von Unternehmen. Die IPO-Erlöse können jedoch für verschiedene Zwecke eingesetzt werden, und Strive hat keine Zuweisung für BTC bestätigt. Die Schätzung, dass das Unternehmen etwa 7.372 BTC kaufen könnte, ist an Bedingungen geknüpft und weder eine Prognose noch eine Zusage. Kurzfristig könnten Händler auf bestätigte Mitteilungen über Käufe reagieren; die IPO-Ankündigung allein dürfte jedoch kaum eine anhaltende Nachfrage am Spotmarkt begründen. Längerfristig könnten tatsächliche Zuweisungen die Bitcoin-Akkumulation durch Unternehmen erhöhen und die Stimmung stützen. Die Wirkung hinge jedoch von der Umsetzung, der Liquidität am BTC-Markt und der allgemeinen Risikobereitschaft ab. Die Position des Unternehmens ohne Fremdfinanzierung könnte finanzierungsbezogene Risiken verringern, beseitigt aber nicht die allgemeine Volatilität von Bitcoin. Die positive Einstufung spiegelt eine mögliche Nachfrage wider, keine garantierte Preisbewegung.