Strive-CEO: Bitcoin könnte Gold übertreffen
Strive-CEO Matt Cole sagt, Bitcoin könnte Gold langfristig übertreffen, da steigende Schulden und eine wachsende Geldmenge den US-Dollar unter Druck setzen. Er bezeichnet Bitcoin als „digitales Gold“ und argumentiert, dass sich die Kryptowährung noch in einer frühen Entwicklungsphase befinde. Cole hat zuvor die annualisierten Renditen von Gold mit dem Wachstum der US-amerikanischen M2-Geldmenge in mehreren Zeiträumen verglichen: 9,0 % gegenüber 6,7 % seit 1970, 9,5 % gegenüber 6,3 % seit der globalen Finanzkrise und 18,3 % gegenüber 6,5 % seit der Covid-19-Pandemie. Neuere Zahlen im späteren Bericht weisen seit 2020 annualisierte Renditen von 43,13 % für Bitcoin und 18,3 % für Gold aus, gegenüber einem M2-Wachstum von 6,5 %. Strive hat kürzlich ebenfalls Bitcoin gekauft und einen Bestand von 35.595 BTC gemeldet, der zum genannten Kurs rund 2,9 Milliarden US-Dollar wert ist. Cole zufolge muss das Unternehmen ein erhebliches Bitcoin-Engagement beibehalten und zugleich genügend Liquidität vorhalten, um finanzielle Risiken zu steuern. Seine Äußerungen sind eine langfristige Anlageeinschätzung und keine Garantie für die Wertentwicklung. Bitcoin liegt weiterhin unter seinem Allzeithoch; Händler beobachten außerdem die Zinssätze, die Inflation und die zunehmende Prüfung von Unternehmen, die Bitcoin als Treasury-Reserve halten.
Bullish
Die Nachrichten sind moderat positiv für Bitcoin, da ein Unternehmensmanager seine langfristige Argumentation für Bitcoin als knappes Anlagegut bekräftigt hat und Strive neben jüngsten Käufen bedeutende Bestände meldete. Coles Vergleich der Bitcoin-Renditen mit Gold und dem Wachstum der M2-Geldmenge könnte bei einigen Anlegern die Ansicht stärken, dass Bitcoin als Absicherung gegen eine Entwertung der Währung dienen kann. Kurzfristig garantieren diese Äußerungen jedoch keinen Kaufdruck und stellen auch keine Ankündigung eines neuen Kaufs dar. Der Kurs könnte weiterhin stärker auf Zinserwartungen, Inflationsdaten, die allgemeine Risikobereitschaft und Handelsströme reagieren. Die Betonung des Unternehmens, Liquidität zu bewahren, verdeutlicht zudem die finanziellen Risiken von gehebelten oder stark konzentrierten Bitcoin-Strategien von Unternehmen. Längerfristig könnten eine fortgesetzte Verbreitung und die Nachfrage von Unternehmen die Stimmung stützen. Angesichts der Volatilität von Bitcoin und der unsicheren Entwicklung des US-Dollars, von Gold und anderen Vermögenswerten ist die These einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung jedoch noch nicht bewiesen.