Taiwan schränkt Coinbase und Kalshi vor den Wahlen ein

Taiwan hat Berichten zufolge den Zugang zu den Websites von Coinbase und Kalshi im Vorfeld der Kommunalwahlen am 28. November eingeschränkt. Grund sind Bedenken, dass Wetten auf Wahlergebnisse gegen lokale Gesetze verstoßen könnten. Ein Gericht in New Taipei genehmigte die Einschränkungen, nachdem das Kriminalermittlungsbüro Bedenken zu Wetten auf Wahlausgänge geäußert hatte. Einige Coinbase-Nutzer meldeten seit dem 14. Oktober Zugangsprobleme. Coinbase erklärte, den Vorfall zu untersuchen; Kalshi sagte, Taiwan sei kein zugelassener Markt und der Handel dort werde nicht angeboten. Die Behörden haben keines der beiden Unternehmen eines Fehlverhaltens beschuldigt oder sie mit Geldern aus Festlandchina in Verbindung gebracht. Auch der technische Umfang der Einschränkungen ist weiterhin unklar. Taiwan hat zudem Polymarket blockiert, während Südkorea Verfahren gegen Nutzer verfolgt hat, denen wahlbezogene Wetten vorgeworfen werden. Die Maßnahme verdeutlicht die unterschiedlichen Regeln für Prognosemärkte und birgt mögliche Compliance- und Betriebsrisiken für Plattformen. Für Händler scheinen die gemeldeten Einschränkungen nur begrenzte direkte Auswirkungen auf die breiteren Kryptopreise zu haben. Sie könnten jedoch den Zugang für Nutzer in Taiwan beeinträchtigen und die behördliche Prüfung von Wahlwetten verschärfen.
Neutral
Die gemeldeten Einschränkungen betreffen den Zugang zu Dienstleistungen in Taiwan, nicht eine umfassende Änderung der Kryptoprodukte von Coinbase oder eine direkte Bedrohung für den Wert einer bestimmten Kryptowährung. Kurzfristig könnten die Nachrichten gewisse Bedenken hinsichtlich regulatorischer Risiken auslösen und die Plattformaktivität der betroffenen Nutzer verringern. Den Zusammenfassungen zufolge dürften die Auswirkungen auf den breiteren Kryptohandel oder die Marktstabilität jedoch begrenzt sein. Langfristig könnte eine verstärkte Prüfung von Wahlwetten und Prognosemärkten die Compliance-Kosten und die betriebliche Unsicherheit für grenzüberschreitend tätige Plattformen erhöhen. Ohne Belege für Fehlverhalten, eine erhebliche Veränderung des Geschäfts von Coinbase oder eine nachgewiesene Auswirkung auf einen bestimmten Token lässt sich jedoch keine wesentliche Preisrichtung begründen. Die erwartete Auswirkung auf den Preis des genannten Krypto-Assets ist daher neutral.