THORChain nimmt die meisten Swaps angesichts von Geldwäschebedenken wieder auf
THORChain hat den Swap-Betrieb auf den meisten Chains wieder aufgenommen, die nach einer Reorganisation von Ethereum am 31. Oktober wegen eines Rückerstattungsfehlers angehalten worden waren. Bis zum 3. November um 15:50 Uhr ET liefen Swaps auf Bitcoin, Ethereum, Tron, Bitcoin Cash, Dogecoin, Litecoin und Zcash wieder. BNB Smart Chain, Cosmos Hub und Solana blieben angehalten. THORChain hatte keinen Zeitplan für ihre Wiederöffnung bekannt gegeben.
Dem Neustart gingen Warnungen von Jonty, dem Gründer von Pangolin Intelligence, voraus. Er sagte, Node-Betreiber, die für die Reaktivierung des Netzwerks stimmen, wüssten, dass nordkoreanische Hacker THORChain zur Geldwäsche gestohlener Gelder nutzen könnten. Auch das FBI hat die Betreiber aufgefordert, mit den Hackern verknüpfte Adressen zu sperren. THORChain zufolge entscheiden die Node-Betreiber, wann Chains gefahrlos wieder aktiviert werden können; keine einzelne Instanz kontrolliert das Netzwerk.
Jonty schätzte, dass an bestimmten Tagen, die mit Hacks in Verbindung mit Nordkorea zusammenhingen, mehr als 99 % des THORChain-Volumens auf Geldwäscheaktivitäten entfielen. Er nannte jedoch keinen Datensatz; die Zahl ist eine unbestätigte Schätzung. Für Trader stellt der Neustart den Zugang zu Cross-Chain-Swaps auf den meisten unterstützten Netzwerken wieder her. Die anhaltenden Ausfälle und die Prüfung illegaler Geldflüsse rücken jedoch weiterhin operative und Reputationsrisiken in den Fokus.
Neutral
Der Neustart ist aus betrieblicher Sicht positiv für THORChain-Nutzer: Auf den meisten betroffenen Chains sind Swaps wieder möglich, was die Liquidität und Handelswege wiederherstellen könnte. Drei Netzwerke sind jedoch weiterhin angehalten, und der Artikel nennt keinen bestätigten Zeitplan für ihre Wiederaufnahme. Diese Unsicherheit könnte Händler vorsichtig stimmen und kurzfristig zur Volatilität bei Aktivitäten im Zusammenhang mit THORChain beitragen.
Das wichtigste Gegengewicht sind Reputations- und Regulierungsrisiken. Die Sorge, dass nordkoreanische Hacker Cross-Chain-Dienste nutzen könnten, um gestohlene Gelder zu verschieben, könnte bei Börsen, Ermittlern und Node-Betreibern zu einer strengeren Prüfung führen. Ähnliche Vorfälle mit Bridge-Exploits oder Geldwäschevorwürfen haben häufig vorübergehende Einschränkungen von Diensten und volatile Reaktionen bei Token nach sich gezogen. Der Artikel belegt jedoch keine direkte Auswirkung auf den RUNE-Preis und enthält keine Marktdaten.
Kurzfristig werden Händler wahrscheinlich den Status der verbleibenden Chains, das Swap-Volumen, die Liquidität und etwaige offizielle Stellungnahmen beobachten. Eine vollständige und stabile Wiederaufnahme könnte betriebliche Bedenken mindern; weitere Aussetzungen oder Hinweise auf illegale Geldflüsse könnten Verkaufsdruck und Vorsicht erneut verstärken. Langfristig hängt die Wirkung davon ab, ob THORChain seine Widerstandsfähigkeit verbessern und Compliance- sowie Sicherheitsbedenken angehen kann. Nach den verfügbaren Informationen sprechen die uneinheitliche betriebliche Erholung und die ungelösten Risiken für eine neutrale Markteinschätzung.