Tokenisierte Aktien: 26 Unternehmen lehnen den Plan von OKX und ICE ab
Die Zahl der Unternehmen, die Einwände gegen den Plan für tokenisierte Aktien von OKX-ICE erheben, ist von neun am 15. Oktober auf 26 gestiegen. Dazu gehören Intel, Oracle, IBM und IonQ sowie Alphabet, Wells Fargo und Goldman Sachs. Das Vorhaben sah tokenisierte Aktien von 62 US-Unternehmen vor. Damit hatten bis Montag rund 41 Prozent der genannten Unternehmen eine Teilnahme abgelehnt. Co-Chair Andrew Cuomo sagte, Einwände seien natürlich, und er rechne mit weiteren teilnehmenden Unternehmen.
Der Plan würde zugelassenen Nutzern ermöglichen, rund um die Uhr tokenisierte US-Aktien über zugangsbeschränkte Uniswap-v4-Liquiditätspools auf der XLayer-Blockchain von OKX zu handeln und dabei Stablecoins wie USDC zu verwenden. Die geplanten Notierungen stützen sich auf eine SEC-Ausnahme für den begrenzten Handel mit tokenisierten Aktien; für den Sektor gelten zudem vorübergehende Innovationsausnahmen. Nasdaq hat Emittenten zu Vorsicht geraten, obwohl das Unternehmen in Payward, die Muttergesellschaft von Kraken, investiert und tokenisierte Vermögenswerte vorantreibt.
Für Kryptohändler sorgt der zunehmende Widerstand für zusätzliche Unsicherheit am Markt für tokenisierte Aktien und hinsichtlich einer möglichen Beteiligung der Emittenten. Der Vorschlag wirft auch Fragen zum Anlegerschutz auf: Es ist unklar, ob selbstverwahrte Aktien für einen SIPC-Schutz infrage kämen, falls der Broker-Dealer des Tokenisierers ausfällt. Geschäfte müssen vollständig finanziert sein, und Liquiditätsanbieter können ihre Liquidität jederzeit abziehen.
Neutral
Die Nachricht bietet keinen klaren, direkten Preistreiber für die genannten Krypto-Token. Die wachsende Zahl von Unternehmen, die sich gegen den Plan von OKX und ICE für tokenisierte Aktien ausspricht, könnte das Vertrauen in tokenisierte Wertpapiere beeinträchtigen und ihre Einführung kurzfristig verlangsamen. Das könnte die Begeisterung für verwandte Plattformen dämpfen. Die Zusammenfassungen berichten jedoch weder von direkten Auswirkungen auf OKB, UNI oder USDC noch von Veränderungen ihrer Fundamentaldaten oder der Marktliquidität.
Langfristig hängt das Ergebnis von der regulatorischen Klarheit, der Beteiligung der Emittenten und davon ab, ob Bedenken hinsichtlich des Anlegerschutzes ausgeräumt werden. Klarere Regeln und eine erfolgreiche Einführung könnten Aktivitäten im Zusammenhang mit der Tokenisierung fördern, während anhaltende Absagen oder ungelöste Verwahrungsrisiken sie einschränken könnten. Derzeit ist die Unsicherheit auf diesen Sektor beschränkt, daher sind die erwarteten Auswirkungen auf die Preise der genannten Kryptowährungen neutral.