Triple-A-Angreifer mischt ETH im Wert von 12,4 Millionen US-Dollar über Tornado Cash
Der Angreifer hinter dem Treasury-Einbruch bei Triple-A im Juli zahlte am 9. Oktober 4.970 ETH im Wert von rund 12,4 Millionen US-Dollar bei Tornado Cash ein, wie das Blockchain-Sicherheitsunternehmen Salus mitteilte. Die ETH waren über eine Bridge zu Ethereum transferiert, umgetauscht und auf zwei Zwischenadressen aufgeteilt worden, bevor sie in einer Wallet zusammengeführt wurden. Anschließend wurden sie in 56 Einzahlungen an Tornado Cash gesendet: 49 Einzahlungen zu je 100 ETH und sieben zu je 10 ETH. Ein Transferweg umfasste auch Gelder aus einer früheren Auszahlung von Tornado Cash.
Triple-A erklärte, dass Kundengelder nicht betroffen waren; die Verluste stammten aus Treasury-Vermögenswerten des Unternehmens. Die Untersuchung führte den Einbruch auf Social Engineering zurück, durch das die Zugangsdaten eines Mitarbeiters kompromittiert und der Zugriff auf operative Systeme ermöglicht wurde. Das Unternehmen hat Forensik- und Asset-Tracking-Spezialisten beauftragt und erklärte, die Bemühungen zur Nachverfolgung und möglichen Sperrung der gestohlenen Vermögenswerte liefen weiter. Die Einzahlungen bei Tornado Cash unterstreichen die anhaltenden Risiken für die Sicherheit von Krypto-Treasuries und durch Geldwäsche, sind für sich genommen jedoch kein klares Signal für die allgemeine Marktrichtung von ETH.
Neutral
Das Ereignis hat keine klar erkennbare direkte Auswirkung auf das Angebot an ETH, die Netzwerknutzung oder die grundlegende Nachfrage. Die Einzahlung von 4.970 ETH in Tornado Cash kann kurzfristig die Aufmerksamkeit auf die Bewegungen gestohlener Gelder lenken und zu einer genaueren Überwachung von Adressen führen. Die Geldwäscheaktivitäten allein belegen jedoch nicht, dass die ETH auf dem offenen Markt verkauft wurden. Der gemeldete Wert der Einzahlungen ist im Verhältnis zum gesamten ETH-Markt gering, und die Überweisungen sind kein verlässliches Signal für die Preisrichtung.
Kurzfristig können Sicherheitsmeldungen die Vorsicht und die Volatilität erhöhen, insbesondere wenn Ermittler oder Börsen weitere Bewegungen oder mögliche Verkäufe feststellen. Langfristig könnte der Sicherheitsvorfall die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Krypto-Treasuries und der Einhaltung von Vorschriften verstärken. Diese Bedenken betreffen jedoch hauptsächlich operative Risiken und keine Veränderung der Marktfundamentaldaten von ETH. Daher ist eine neutrale Einschätzung der Preisauswirkungen am angemessensten, sofern neue Informationen nicht auf umfangreiche Verkäufe oder eine breitere Marktreaktion hindeuten.