US-Zwischenwahlen: Zinsen und Unternehmensgewinne prägen die Märkte
Zwischenwahlen in den USA haben historisch für Volatilität gesorgt, aber nicht automatisch zu Verlusten am Aktienmarkt geführt. Seit 1937 ist der S&P 500 in Jahren mit Zwischenwahlen durchschnittlich um 9,2 % gestiegen, gegenüber 13,3 % in anderen Jahren. In den ersten drei Quartalen fielen die Renditen häufig schwächer aus; im vierten Quartal folgte dann ein durchschnittlicher Zuwachs von 6,6 %. Seit 1950 legte der Index in den zwölf Monaten nach einer Zwischenwahl im Durchschnitt um 15,4 % zu.
Die Daten deuten darauf hin, dass die Unsicherheit vor der Abstimmung wichtiger ist als eine vorhersehbare, wahlbedingte Rally. Änderungen der Mehrheitsverhältnisse im Kongress könnten sich auf die Finanzpolitik, Steuern, Regulierung und den Handel auswirken. Die Jahre 2018 und 2022 zeigen jedoch, dass Inflation, die Straffung der Geldpolitik durch die Federal Reserve und höhere Zinsen die Wahleffekte überlagern können. Mit Blick auf die US-Zwischenwahlen 2026 sollten Händler die Renditen von US-Staatsanleihen, die Unternehmensgewinne und mögliche Auswirkungen politischer Veränderungen auf die Cashflow-Aussichten der Unternehmen beobachten. Eine mögliche Erleichterungsrally könnte nachlassen, wenn sich die wirtschaftlichen Fundamentaldaten verschlechtern. Für Kryptohändler sind die Auswirkungen indirekt: Veränderungen der Zinsen und der allgemeinen Risikobereitschaft können digitale Vermögenswerte beeinflussen, doch die Wahldaten allein liefern kein klares Richtungssignal.
Neutral
Die Zusammenfassungen behandeln historische Muster am US-Aktienmarkt und politische Unsicherheit, nicht eine bestimmte Kryptowährung oder einen direkten Auslöser für Kryptopreise. Die Wahl könnte sich indirekt auf Kryptowährungen auswirken, wenn sie die Erwartungen an die Finanzpolitik, die Zinssätze oder die allgemeine Risikobereitschaft verändert. Kurzfristig kann Unsicherheit die Volatilität bei verschiedenen Risikoanlagen erhöhen, während ein klares Ergebnis einen Teil der politischen Unsicherheit verringern könnte. Langfristig dürfte die Entwicklung von Kryptowährungen stärker von der Geldpolitik, den Renditen von US-Staatsanleihen, dem Wirtschaftswachstum und kryptospezifischen Faktoren abhängen. Historische Durchschnittswerte des Aktienmarkts liefern kein verlässliches Richtungssignal für Kryptowährungen; daher ist die erwartete Auswirkung auf Kryptopreise neutral.