US-Zwischenwahlen rücken Regeln für Bitcoin und Kryptowährungen in den Fokus

Die ersten Ergebnisse der US-Zwischenwahlen deuteten zunächst auf Zugewinne der Demokraten hin, während die Kontrolle über den Kongress ungewiss blieb. Spätere Berichte meldeten, dass die Demokraten beide Kammern gewonnen hätten, wodurch eine genauere Prüfung der Kryptopolitik von Präsident Donald Trump wahrscheinlicher wurde. Der Wandel könnte den CLARITY Act erschweren, der Regeln für den Markt digitaler Vermögenswerte festlegen und die Aufsichtszuständigkeiten von SEC und CFTC klären soll. Die Aussichten könnten von überparteilichen Verhandlungen abhängen; durch die Wahl wird der GENIUS Act zu Stablecoins nicht automatisch aufgehoben. Bitcoin fiel zunächst um mehr als 1 Prozent und wurde kurzzeitig nahe 75.700 US-Dollar gehandelt, bevor sich der Kurs erholte. Ein späterer Bericht bezifferte den BTC-Kurs auf etwa 78.020 US-Dollar, rund 2 Prozent mehr innerhalb von 24 Stunden. Zugleich verwies er auf Nettoabflüsse von etwa 1,157 Milliarden US-Dollar aus US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs innerhalb von drei Handelstagen, einen Rückgang bei Technologieaktien und einen Sicherheitsvorfall bei Binance. Für Bitcoin-Händler könnten regulatorische Unsicherheit und ETF-Abflüsse die Risikobereitschaft begrenzen, während ein schwächerer US-Dollar und niedrigere Renditen von US-Staatsanleihen die Liquidität stützen könnten. Zu beobachten sind die Entwicklungen im Kongress, die ETF-Zuflüsse und -Abflüsse sowie die Frage, ob BTC die Spanne von 76.000 bis 78.000 US-Dollar halten kann. Für die kurzfristige Richtung bleiben auch die allgemeine Marktlage und die Spotnachfrage wichtig.
Neutral
Das unmittelbare Preissignal für Bitcoin ist uneinheitlich. Die anfängliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Wahl ging mit einem Rückgang von mehr als 1 % einher. Später erholte sich BTC jedoch auf rund 78.020 US-Dollar; für einen Zeitraum von 24 Stunden wurde ein Plus von etwa 2 % gemeldet. Diese Erholung deutet darauf hin, dass die Wahl die kurzfristige Richtung nicht allein bestimmt hat. Allerdings könnten erhebliche Abflüsse aus Bitcoin-Spot-ETFs, schwächere Technologieaktien und der Sicherheitsvorfall bei Binance die Nachfrage belasten und die Volatilität hoch halten. Regulatorische Unsicherheit könnte außerdem einige Händler dazu veranlassen, ihr Engagement zu reduzieren, während niedrigere Renditen von US-Staatsanleihen und ein schwächerer US-Dollar die Liquidität und Risikoanlagen stützen könnten. Längerfristig könnte die gemeldete Veränderung der Machtverhältnisse im Kongress das Tempo und die Ausgestaltung der US-Kryptoregulierung beeinflussen. Verzögerungen oder Änderungen am CLARITY Act könnten die Unsicherheit verlängern, doch überparteiliche Verhandlungen oder klarere Regeln könnten das Marktvertrauen letztlich stärken. Händler sollten die Wahl daher als Quelle von Volatilität und nicht als alleinigen Kurstreiber betrachten. Zudem sollten sie ETF-Zuflüsse und -Abflüsse, die Fähigkeit von BTC, sich in der gemeldeten Spanne von 76.000 bis 78.000 US-Dollar zu halten, die makroökonomischen Bedingungen und die gesetzgeberischen Entwicklungen beobachten.