VanEck zieht den Antrag für einen Lido-stETH-ETF zurück
VanEck hat die US-Börsenaufsicht SEC gebeten, die Registrierung des geplanten Lido-stETH-ETF zurückzunehmen. In dem auf den 14. Oktober 2026 datierten Antrag heißt es, die Einreichung sei nie wirksam geworden und der Fonds habe weder Anteile verkauft noch einen vorläufigen Prospekt verteilt. Der geplante Lido-stETH-ETF hätte stETH, Lidos Liquid-Staking-Token, gehalten, anstatt ETH direkt über Validatoren zu staken. VanEck nannte keinen ausführlichen Grund. Der Rückzug belegt daher weder, dass die Aufsichtsbehörden das Produkt abgelehnt haben, noch, dass die Anlegernachfrage nachgelassen hat. Er betrifft ausschließlich diesen Vorschlag und schließt künftige Staking-basierte ETFs nicht aus. Der spätere Bericht ergänzt, dass Lidos Total Value Locked bei etwa 23,6 Milliarden US-Dollar lag, nach 33,3 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor. Zum Vergleich: BlackRocks Ethereum-ETF mit direktem Staking, ETHB, startete im März 2026 und verfügte zum 31. März über Nettovermögen von 409,8 Millionen US-Dollar. Unabhängig davon verzeichneten Spot-Ethereum-ETFs am Tag vor dem Rückzugsantrag Abflüsse von 129,5 Millionen US-Dollar; VanEck stellte jedoch keinen Zusammenhang zwischen diesen Mittelbewegungen und seiner Entscheidung her. Für Händler ist der Rückzug der Einreichung ein begrenzter Rückschlag für ein mit Lido verbundenes Anlageprodukt, aber keine unmittelbare Veränderung des ETH-Angebots oder der Staking-Aktivität.
Neutral
Der Rückzug betrifft einen geplanten ETF, nicht das Protokoll, das Angebot oder die Staking-Aktivitäten von Ethereum. Die Registrierung wurde nie wirksam, und es wurden keine Anteile verkauft. Das begrenzt die direkten Auswirkungen auf ETH. Kurzfristig könnten Händler den Schritt als moderat negatives Signal für den institutionellen Zugang zu Liquid-Staking-Produkten werten, insbesondere angesichts der gemeldeten Abflüsse aus Spot-Ethereum-ETFs. VanEck nannte jedoch keinen Grund für seine Entscheidung und stellte keinen Zusammenhang mit diesen Abflüssen her. Daher sollte keines von beidem als Beleg für eine schwächere ETH-Nachfrage gelten. Längerfristig zeigt der Vergleich mit BlackRocks ETHB, das ETH direkt stakt, dass das institutionelle Interesse an stakingbasierten Produkten anhalten könnte. Der Rückgang des TVL von Lido und offene Fragen zu Verwahrung, Bewertung, Liquidität, Rewards und Smart-Contract-Risiken könnten jedoch das Vertrauen in speziell auf Lido bezogene Produkte beeinträchtigen. Insgesamt dürfte die Nachricht für sich genommen keine anhaltende Bewegung bei ETH auslösen; die breitere Marktlage, ETF-Zuflüsse und -Abflüsse sowie die Staking-Nachfrage bleiben die relevanteren Preisindikatoren.